13.02.2015

Frauen-MINT-Award 2014 – Jennifer Schoch gewinnt im Wachstumsfeld Connected Car

Mit ihrer am FZI geschriebenen Abschlussarbeit "Automatisierte Generierung abstrakter Beschreibungen videobasierter Fahrszenarien für die Fahrzeugumfeldsimulation" konnte FZI-Mitarbeiterin Jennifer Schoch beim Frauen-MINT-Award das Wachstumsfeld ‚Connected Car’ für sich entscheiden.

Moderne Fahrzeuge übernehmen immer mehr Aufgaben des Fahrers und können bereits heute den Menschen entlasten. Sicherheit und Verlässlichkeit spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Dennoch bieten Fahrerassistenzsysteme ein hohes Potenzial, das Autofahren sicherer, aber auch energieeffizienter zu gestalten. Um dies zu realisieren, müssen komplexe Fahrerassistenzsysteme ausführlich und realitätsnah getestet werden. Gerade in der anfänglichen Entwicklungsphase werden daher Simulationen eingesetzt. Im Rahmen dieser Arbeit konnte gezeigt werden, wie sich Videoaufnahmen realer Szenen aus einem Auto heraus mit Hilfe von Algorithmen der Bildverarbeitung in eine simulierbare Umgebung übersetzen lassen.

Der Fokus lag dabei auf einer einfachen Handhabung der Werkzeugkette. So ist unter Voraussetzung einer initialen Kalibrierung nahezu jede handelsübliche Kamera in der Windschutzscheibe eines beliebigen Fahrzeugs einsetzbar. Herkömmliches, manuelles und zeitaufwändiges Erstellen von synthetischen Fahrszenen erübrigt sich mit der entwickelten Methodik.

Der Frauen-MINT-Award wurde zum zweiten Mal von der Deutschen Telekom, "MINT Zukunft schaffen" und audimax Medien verliehen und zeichnet die Abschlussarbeiten von Absolventinnen aus den MINT-Fächer aus. Die Preisverleihung findet am 19. März auf der CeBIT statt.

Jennifer Schoch studierte Elektro- und Informationstechnik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die Schwerpunkte während des Studiums lagen in den Bereichen (Bio-)Signalverarbeitung und Bildverarbeitung. Ihre Masterarbeit mit dem Thema "Automatisierte Generierung abstrakter Beschreibungen videobasierter Fahrszenarien für die Fahrzeugumfeldsimulation", für die sie nun die Auszeichnung erhielt, schrieb sie am FZI. Seit April 2014 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Shared Research Group "Corporate Services and Systems" tätig.