26.03.2016

FZI-Team KACADU gewinnt 2. Platz beim Audi Autonomous Driving Cup 2016

Das vom FZI betreute Studenten-Team KACADU konnte sich im Feld der acht teilnehmenden Teams aus ganz Deutschland behaupten. Im Finale des Audi Autonomous Driving Cups am 23. und 24. März erreichten die Studenten Vitali Kaiser, Jan-Markus Gomer, Micha Pfeiffer, Peter Zimmer und David Zimmerer einen sehr guten zweiten Platz.

Die Sieger-Teams auf dem Treppchen.
Siegerehrung des AADC 2016. Team KACADU auf dem 2. Platz.

Aufgabe des Wettbewerbs war die Implementierung intelligenter Fahrfunktionen, um Modellfahrzeugen im Maßstab 1:8 hochautomatisiertes, bzw. pilotiertes Fahren zu ermöglichen. Seit Herbst 2015 setzten die Studenten ihre Kenntnisse aus dem Studium in praktische Algorithmen um. Neben der praktischen und robusten Umsetzung wurde auch das wissenschaftliche Konzept von einer Jury bewertet. Der Wettbewerb bestand aus einem Pflichtprogramm, einem wissenschaftlichen Vortrag, einer Kür sowie dem Finale.

Im Pflichtprogramm mussten die pilotierten Modellfahrzeuge einen Straßenparcour meistern. Hier sollten die Fahrzeuge selbstständig der Fahrspur folgen, an Kreuzungen abbiegen, auf Gegenverkehr achten, vor einem plötzlich auftauchenden Hindernis bremsen und Parkmanöver ausführen. Hier zeigte das Team eine solide Leistung. Trotz eines Hardwareausfalls, der wertvolle Zeit und Punkte kostete, konnte KACADU das Pflichtprogramm in der vorgegebenen Zeit von 20 Minuten abschließen und sich so für den weiteren Wettbewerb auf einem der vorderen Plätze positionieren.

Im wissenschaftlichen Vortrag stellten die Teams ihre Software-Konzepte zum Aufbau intelligenter Fahrfunktionen von der Wahrnehmung bis zur Entscheidungsfindung und -ausführung vor. In einer freien Kür konnten die Teams zusätzliche, herausragende Funktionen zeigen. Das Team KACADU zeigte die Vernetzung von automatisierten Fahrzeugen mit Infrastruktur und mobilen Endgeräten. Demonstriert wurde die Technik anhand eines rennspielartigen Szenarios bei dem ein Fahrzeug möglichst schnell Checkpoints abfahren soll, während es von einem andere Fahrzeug – als Polizei – verfolgt wird. Die Entscheidung über die Routenwahl der Fahrzeuge lag dabei bei der Jury und dem Publikum. Mit ihren Smartphones konnte zwei Team aus mehreren Spielern jeweils für die nächste Aktion per Mehrheitsentscheid abstimmen.

Vortrag und Kür konnten die Jury und die anderen Teams überzeugen. KACADU erhielt sowohl den Sonderpreis für den besten wissenschaftlichen Vortrag als auch für die beste Kür. Somit konnte das Team auf Platz zwei ins Finale einziehen. Hier wurde der Parcours nochmal um einige zusätzliche Straßenelemente wie Kreisverkehr, Zebrastreifen und Tunnels erweitert. Fehlende Straßenmarkierungen, falsch parkende Fahrzeuge, Gegenlicht und Schnee auf der Fahrbahn sorgten für weitere Herausforderungen. Im Finale konnte das Team KACADU seine Platzierung behaupten und wiederholte das Ergebnis vom Vorjahr mit einen sehr guten zweiten Platz knapp hinter dem Team FAUtonOHM von der Universität Erlangen-Nürnberg und vor dem Team momenTUM aus München.

Weitere Informationen

https://www.audi-autonomous-driving-cup.com/

Ansprechpartner

Ralf Kohlhaas

Florian Kuhnt