Verzurrplanung in der Luftfracht

Masterarbeit, Studentische Abschlussarbeit

Themen-Schwerpunkt: Logistik und Supply-Chain-Optimierung, Produktion und Logistik
Studiengänge: Informatik, Informationswirtschaft, Maschinenbau, Mathematik, Wirtschaftsingenieurwesen

Umfeld

Ladungssicherung spielt in der Luftfracht eine wichtige Rolle. Auch bei starken Beschleunigungskräften während Start und Landung oder durch Turbulenzen darf im Flugzeug nichts verrutschen. Dazu wird die Fracht auf spezielle Luftfrachtpaletten (ULDs) geladen, welche im Flugzeug fest am Boden verankert werden. Die meisten Frachtstücke werden auf den ULDs mit Netzen abgespannt und sind damit gesichert. Große oder besonders sperrige Frachtstücke (z.B. PKWs) werden mit Gurten niedergezurrt. Die Art und Weise der Verzurrung ist für jedes Frachtstück individuell und wird von erfahrenen Palletierern durchgeführt.

Im Rahmen dieser Arbeit soll ein Werkzeug entstehen, mit dem ein Palletierer eine gegebene Verzurrung bewerten kann. Dafür müssen die auftretenden Kräfte bei bestimmten Beschleunigungen ermittelt bzw. geschätzt werden. Dazu bietet sich die Verwendung einer Physik-Engine an. Die gewonnenen Daten sollen dem Palletierer übersichtlich dargestellt werden, um ihm eine Einschätzung zu erlauben, ob die gegebene Verzurrung ausreicht. Das FZI bietet diese Abschlussarbeit in Zusammenarbeit mit der Lufthansa Cargo AG an.

Aufgaben

Im ersten Schritt der Arbeit soll das Verzurrvorgehen in der Praxis analysiert und formalisiert werden. Dabei sollen neben den Einflussfaktoren auch typische Verzurrmuster identifiziert werden. Danach sollen geeignete Lösungsansätze recherchiert werden. Ein möglicher Ansatz ist der Einsatz einer Physik-Simulationssoftware. Im zweiten Schritt der Arbeit soll ein Lösungsansatz ausgewählt und als Unterstützungstool für den Palletierer implementiert werden. Abschließend soll das Tool in der Praxis gemeinsam mit Palletierern getestet und verfeinert werden. Die gesammelten Erkenntnisse zu Einflussfaktoren, Lösungsansätzen und Evaluation sind nachvollziehbar aufzuschreiben und zu präsentieren.

Wir bieten

  • ein spannendes Projekt an der Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis
  • Umgang mit neuen Technologien und Methoden
  • eine intensive begleitende Betreuung
  • unser Studentenkolloquium zum gegenseitigen Austausch

Wir erwarten

  • hohe Eigenmotivation, Lernbereitschaft und das Einbringen eigener Ideen
  • grundlegende Programmierkenntnisse (z.B. C++, Java oder Python)
  • idealerweise erste Erfahrungen mit Physik-Engines

Ihre Bewerbung

  • kurzes Motivationsschreiben mit Angabe der Studienschwerpunkte und Interessen
  • tabellarischer Lebenslauf
  • aktueller Notenauszug

Weitere Informationen

  • Start: ab sofort möglich
  • Ort: Frankfurt und Karlsruhe
  • Betreuendes Institut am KIT: IFL (Prof. Furmans)