Produktion und Logistik

Überblick

Planungs- und Steuerungssysteme in Produktion und Logistik können mit bekannten Parametern sehr gut umgehen, auch wenn es viele variabel einstellbare Vorgaben gibt. Was aber, wenn Unvorhergesehenes auftritt? Produktionsfehler, Lieferausfälle, Naturkatastrophen und dergleichen. Und wie geht man mit den immer kürzeren Produkt- und Dienstleistungslebenszyklen um, die der globale Wettbewerb erzwingt? Das FZI entwickelt neue Ansätze sowohl für klassische Fragestellungen als auch für neue Themen wie Supply Chain Risiko, Disruption Management oder resilientes Product Life Cycle Management.

Die anwendungsnahe Forschung und Entwicklung für die Logistik wird stark beeinflusst von den neuen Technologien zur automatischen Identifikation und Datenerfassung (Auto-ID/RFID), mobilen Endgeräten, der Verlagerung der Datenverarbeitung und -speicherung in die Netze (Cloud Computing) und Software-as-a-Service (SaaS). Im Bereich der Produktion und Fördertechnik stellen die intelligente Vernetzung von Systemen, Gewerken und Sensoren untereinander sowie deren Integration in die übergeordneten Wertschöpfungsnetzwerke die Forschung vor neue Herausforderungen. Beispiele sind cyber-physische Systeme, kognitive und vernetzte eingebettete Systeme in mobile und stationäre Geräte und Maschinen sowie kollaborierende Systeme/Service Robotik. Diese erfordern wiederum methodische Neuerungen etwa für eine vernetzte verteilte Entwicklung komplexer Systeme in einem Systems Engineering-Ansatz oder der Bereitstellung reaktionsschneller und robuster Engineering-Dienstleistungen auf Basis einer möglichen kontinuierlichen Verhaltensüberwachung. Die Logistik- und Produktionsforschung am FZI bearbeitet diese Themen. Die Lösungen des FZI kommen vorwiegend in der Industrie aber auch in weiteren Bereichen wie beispielsweise im Healthcare zum Einsatz.

Forschungsfelder

Logistik und Supply-Chain-Optimierung

Schwerpunkt im Forschungsfeld Logistik und Supply-Chain-Optimierung ist die Effizienzoptimierung logistischer Systeme (wie z.B. Transportnetzwerke, Lager- und Produktionsstätten), deren Zusammenspiel die Lieferkette als ein unternehmensübergreifendes Wertschöpfungssystem beschreibt, sowie Verfahren zur Planung zuverlässiger Transportnetzwerke, zur optimalen Zusammenfassung von geografischen Einheiten in der Gebietsplanung, zum Scheduling von Produktion oder Personal als auch neu zu entwickelnde Ansätze des Supply Chain Risiko Managements oder des Disruption Managements.

Virtual Prototyping und Life Cycle Management

Im Mittelpunkt des Forschungsfeldes stehen Technologien und Methoden für den Entwurf, die Absicherung der Rückführung und Analyse von Zustand und Wirkbeziehungen komplexer intelligenter Systeme. Diese sollen es erlauben, die vielfältigen Abhängigkeiten und Anforderungen an intelligente Systeme ganzheitlich modellieren und analysieren zu können.

Industrieautomation

Im Forschungsfeld Industrieautomation befassen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am FZI mit neuartigen Automatisierungsarchitekturen mit intelligenten Sensoren, Aktoren und moderner Vernetzung sowie u. a. mit:

  • Automatisierung von manuellen Arbeitsplätzen durch mobile Roboter und innovative Steuerungssysteme, welche bisher manuell ausgeführte Arbeiten teilautomatisieren können
  • virtuelle Umgebungen zur Bewertung der Auswirkungen von Produkt- und Betriebsmitteländerungen auf die Fertigung
  • Szenarien zur Energiemessung und -optimierung in Produktionsanlagen sowie zur netz- und tarifabhängigen Laststeuerung
  • Überwachung von Produktionsprozessen und wissensbasierte proaktive Diagnoseansätze zur Vermeidung von Fehlfunktionen
  • Know-How-Schutz und Schutz vor Manipulation von Anlagenteilen und Steuerungen

Service-Robotik und mobile Manipulation

Im Forschungsfeld Service-Robotik und mobile Manipulation werden neue Basistechnologien und Funktionen für flexible Robotersysteme entwickelt, die anschließend in verschiedenen Anwendungsszenarien eingesetzt werden, um innovative Serviceleistungen anbieten zu können. Hierzu gehören Transport- und Logistikaufgaben, robotische Assistenzsysteme für Smart Homes und Ambient Assisted Living, Robotersysteme für die vernetzte, flexible Produktion sowie für Inspektions- und „Search and Rescue“-Aufgaben.

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Anne Meyer

Stellv. Bereichsleiterin

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Werdegang

Anne Meyer schloss im Jahr 2007 das Studium der technischen VWL an der Universität Karlsruhe ab und arbeitete im Anschluss für ein Jahr im Bereich Sportadministration in der Schweiz. Im September 2008 kehrte sie sowohl nach Karlsruhe als auch zu Ihren Studienschwerpunkten Logistik und Verkehrswesen zurück und unterstützt seitdem das Team Logistics Systems Engineering am FZI.

Derzeit beschäftigt sie sich überwiegend mit Tourenplanungsproblemen und Transporten in logistischen Netzwerken.

Zu ihren Forschungsinteressen gehören:

  • Vehicle Routing Problems
  • Network Service Problems
  • Constraint Programming
  • Lean manufacturing principles / Lean Logistics

Publikationen

zu den Publikationen

Kontakt

Telefon: +49 721 9654-318
Fax: +49 721 9654-319
E-Mail: meyer@dont-want-spam.fzi.de

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