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Projekt ProProtect

Produktpiraterie ist besonders in den schnell wachsenden neuen Märkten in Osteuropa und Asien ein ernstzunehmendes Thema. Der Schutz vor Produktpiraterie gewinnt daher zunehmend auch im Investitionsgüterbereich an Bedeutung. Beispiele reichen von gefälschten Ersatzteilen bis hin zu Nachbauten von komplexen Gesamtanlagen. Software stellt bereits heute einen erheblichen Wirtschaftsfaktor dar. Grundsätzlich nimmt der Software-Anteil an Innovationen im Maschinen- und Anlagenbau stetig zu. Ein wirkungsvoller Schutz dieser Software ist folglich die Vorraussetzung für den Schutz der Produkt-Innovationen. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Digitalisierung der Produktion die Bedeutung des Schutzes von digitalen Produktionsdaten.

Projektziel

Ziel des Projektes ist es, im Desktop-Computing existierende Lösungen zum Software-Schutz auf den Bereich der Produktion zu übertragen, um den Anforderungen des Anlagen- und Maschinenbaus nach einen durchgängigen Schutz vor den Gefahren der Produktpiraterie entsprechen zu können. Dies betrifft sowohl das Erschweren des Nachbaus von Maschinen und Komponenten, die mit komplexen Software-Funktionen ausgestattet sind, als auch die Abwehr von Methoden oder Verfahren, die auf das nicht autorisierte Kopieren und Nutzen von aufwändigen Maschinensteuerungspro-grammen zur Herstellung von geklonten Produkten abzielen. Die zunehmende Bedeutung eingebetteter Software und damit verbundene Trends führen zu einem neuen Bedarf an Software- und Daten-Schutzmechanismen, der mit heute verfügbaren Methoden nicht gegeben ist.

Der Schutzbedarf wächst daher grundsätzlich in Richtung der Absicherung kompletter Entwurfs- und Fertigungsketten. Auf Grund des Wandels hin zur Informationsgesellschaft werden aus volkswirtschaftlicher Sicht im heutigen globalen Wettbewerb gerade für Hochlohnländer wie Deutschland Schutzmechanismen für Intellectual Property immer wichtiger, um durch eine Eindämmung der Produktpiraterie die Ertragssituation der Unternehmen zu stärken, Arbeitsplätze zu schaffen und den Innovationsvorsprung zu halten.

Konsortium

Wibu Systems AG, Karlsruhe
FZI Forschungszentrum Informatik, Karlsruhe
ZSK Stickmaschinen GmbH, Krefeld
GiS Gesellschaft für Informatik und Steuerungstechnik mbH, Lenningen
HOMAG Holzbearbeitungssysteme AG, Schopfloch

  • Gefördert: BMBF
  • URL: http://www.pro-protect.de
  • E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können
  • beteiligte Forschungsbereiche: ESS