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Wiki-basierte semantische Dienstbeschreibungen

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer flexiblen Kommunikations- und Informationsinfrastruktur, die sich schnell an veränderte Anforderungen anpassen kann. Hier sind dienstorientierte Infrastrukturen (auch kurz als SOA = Service-Oriented Architecture bezeichnet) das erfolgsversprechendste Konzept. Statt der Technik soll die Geschäfsprozesssicht die Gestaltung der Anwendungen bestimmen. Hierzu müssen allerdings alle Interessengruppen (vom Softwareentwickler bis hin zum Fachexperten) in einen kontinuierlichen Interaktionsprozess treten. Die technischen Standards wie UDDI, die zur Dienstbeschreibung und -findung eingesetzt werden, müssen hierfür allerdings um nutzerzentrierte Web 2.0-Konzepte ergänzt werden. Hierzu hat das FZI seine Social Software mit der Verwaltung dienstorientierte Infrastrukturen verbunden.

Im Rahmen eines Referenzprojektes mit dem Umweltministerium Baden-Württemberg wurde beispielsweise erfolgreich ein semantisch angereichertes Wiki-Systems mit einem UDDI-Verzeichnis kombiniert. Auf diese Weise können Softwareentwickler Dienste wie gewohnt technisch beschreiben, während Umweltexperten das semantische Wiki als benutzerfreundliche Oberfläche zur Suche, Navigation und zur einfachen Bereitstellung von fachlichen Informationen nutzen können. Das semantisch angereicherte Wiki besitzt zudem eine leistungsfähige Anfragesprache, welche die durch Relationen vorhandenen, impliziten Fakten bei der Suche ausnutzen kann. Bei der Kombination der beiden Komponenten werden dann zusätzlich die technischen Beschreibungen dynamisch in das Wiki-System eingebunden.

Heiko Paoli, Andreas Schmidt, Peter C. Lockemann: User-Driven Semantic Wiki-based Business Service Description. In: 3rd International Conference on Semantic Technologies (I-Semantics 07), Graz, 2007. [PDF]

Ansprechpartner: Heiko Paoli