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Diplomarbeiten zum Thema "Informationsgeführte Logistik in der Automobilindustrie"

Das FZI beteiligt sich an einem großen Forschungsprojekt der deutschen Automobilindustrie, bei dem zusammen mit namhaften Automobilherstellern, Lieferanten sowie IT-Unternehmen der Frage nachgegangen wird, wie durch die konsequente Nutzung von Informationstechnologie die Produktions- und Distributionsprozesse zugleich effizienter und zuverlässiger gestaltet werden können.

Im Rahmen dieses Projekts sind eine Reihe von Diplomarbeiten zu vergeben, die sich u.a. mit den folgenden Fragestellungen und Themen befassen:

  • Wie können Logistikprozesse effizienter und zuverlässiger werden, wenn man durch moderne Sensoren, Identifikationstechnik (u.a. RFID) und Kommunikationstechnik Zugang zu aktueller, vollständiger und korrekter Information über den aktuellen Zustand des Systems erhält? Wie kann man Bestände senken, Fehler vermeiden, Prozesszeiten verkürzen oder zuverlässigere Pläne erzeugen? Um diese Fragen zu beantworten benötigt man ein quantitatives Wirkmodell der Zusammenhänge.
  • Optimale Instrumentierung von Logistikketten: Nachdem die Ausstattung von Anlagen, Fahrzeugen und sonstigen Betriebsmitteln mit der notwendigen Technik hohe Investitionen erfordert, stellt sich die Frage, an welchen Stellen im Logistiksystem diese technische Ausrüstung erfolgen soll. Hierfür wird ein Entscheidungsmodell (basierend auf OR-Techniken) benötigt, das die erzielbare Informationsqualität, die Relevanz für die logistischen Zielgrößen und die Investitionskosten gegenüberstellt. Bei dieser Investitionsentscheidung sollten auch die vorhandenen Unsicherheiten bei Wirkungen und Kosten berücksichtigt werden.
  • Ein konsequentes Tracking & Tracing der Prozesse stützt sich auf die Erzeugung und Weitergabe von Ereignismeldungen, die in einem Informationssystem – einem logistischen Leitstand – gesammelt und ausgewertet werden. Aufgabe des zu entwickelnden Systems ist die Erkennung von Abweichungen und Störungen.
  • Um den Anwender bei der Überwachung und Steuerung des Logistiksystems zu unterstützen muss das Logistiksystem zunächst rechnerintern abgebildet werden. Die Anforderungen sind vielfältig und erfordern u.a. versionsfähige Datenbanken für große Datenmengen. Auf der Grundlage einer technischen Lösung muss der aktuelle Systemzustand visualisiert und kontinuierlich aktualisiert werden.
  • Damit auf Störungen und Abweichungen reagiert werden kann sind im System Handlungsalternativen hinterlegt. Ist eine Störung erkannt worden muss das Informationssystem zulässige Reaktionen ermitteln und gemäß Auswahlregeln vorschlagen. Dazu ist es zunächst sinnvoll, typische Störungen und Handlungsalternativen in der Automobilindustrie kennenzulernen um einen regelbasierten Katalog von Reaktionen aufzustellen. Anschließend soll die Reaktionssuche und –auswahl umgesetzt werden.
  • Intelligente Disruption Management Systeme schlagen im Störungsfall Aktionen auf Basis einer Vorausberechnung der Wirkung vor. Diese Vorausberechnung kann durch verschiedene Methoden erfolgen, u.a. durch Simulation oder OR-Verfahren der stochastisch-dynamischen Optimierung.

Die Arbeiten richten sich vorwiegend an Studierende der Informatik, des Wirtschaftsingenieurwesens oder der Informationswirtschaft. Details zu den Themen und die nähere Definition können Sie per eMail oder telefonisch erfahren.

Ansprechpartner:

Matthias Bender (Tel. 0721/9654-310, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können )