Projekt SOPRANO
Service-Oriented Programmable Smart Environments for Older Europeans
SOPRANO ist ein Integrierendes EU-Forschungsprojekt im 6. Rahmenprogramm, das durch eine technische Infrastruktur älteren Menschen länger ein unabhängiges Leben in ihrer gewohnten Umgebung ermöglichen soll. Hierbei steht eine positiv besetzte Unterstützung im Vordergrund, die nicht nur in Problem- oder Notfallsituationen eingreift, sondern grundsätzlich die Lebensqualität von älteren Menschen verbessert. Hierzu bündelt das Projekt die Kompetenzen von über 20 Partnern aus 7 europäischen Ländern, darunter Marktführer für Telecare-Geräte TUNSTALL. Das Projekt zielt dabei auf die Praxistauglichkeit von innovativen Techniken ab: am Ende des Projektes steht eine Evaluierung in 300 Haushalten.
Um dieses Ziel zu erreichen, werden auf methodischer Ebene partizipative Vorgehensweisen entwickelt, die potenzielle Nutzer des SOPRANO-Systems in allen Phasen des Entwicklungsprozesses regelmäßig und aktiv einbeziehen. Dies stellt im Bereich der Forschung und Entwicklung einen Paradigmenwechsel hin zu einer vollen Benutzerzentrierung dar, in der Benutzer von der Formulierung der Anforderungen, über die iterative Generierung von Konzeptions- und Gestaltungsideen bis hin zu Funktions- und Bedienbarkeitsstudien im realen Lebensumfeld der Benutzer konsequent einbezogen werden.
Auf der Basis wird auf technischer Ebene eine flexible, dienstorientierte Ambient Middleware geschaffen, die in den jeweiligen Wohnungen oder Häusern installiert werden kann und flexibel unterschiedliche Sensoren (z.B. Temperatur, Rauchmelder, oder Lokalisierung über Radar) und Aktuatoren (z.B. Haustechnik, Sprachausgabe, interaktives Fernsehen mit Avataren) anbinden kann. Hierbei wird auf einen dienstorientierten Ansatz auf der Basis von OSGi gesetzt, um so ein offenes System zu erstellen. Bei der Entwicklung der SOPRANO-Middleware wird auf eine ontologiezentrierte Architektur und Entwurfsmethodik gesetzt, die zum einen auch in offenen Umgebungen eine hohe semantische Kohärenz bei der Integration sicherstellt, zum anderen den Einsatz aktueller semantischer Technologien ermöglicht.
Mit Hilfe dieser semantischen Technologien soll das SOPRANO-System im Hintergrund auf Änderungen der Umgebung, das Verhalten der Person oder explizite Kommandos reagieren. Hierzu wird (a) eine Repräsentation des Kontextes des Benutzers und seiner Umgebung (auf der Basis der gelieferten Sensordaten) und (b) die Spezifikation von Reaktionen auf Kontextänderungen benötigt, die dann in Dienstaufrufe der Aktuatoren übersetzt werden.
Das FZI bringt in SOPRANO seine Kompetenzen im Bereich ontologiebasierter Kontextmodellierung und Architektur kontextbewusster Anwendungen ein.
- Gefördert: EU FP6 (IP)
- URL: http://www.soprano-ip.org
- Ansprechpartner: Andreas Schmidt ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können )
- beteiligte Forschungsbereiche: IPE

