Projekt MIRROR

Das EU-Projekt MIRROR beschäftigt sich mit der Unterstützung von reflektiven Lernprozessen am Arbeits­platz. Hierbei stehen besonders Arbeitsumgebungen im Vordergrund, in denen nicht ständig am Rechner gearbeitet wird und daher auf mobile Technologien zurückgegriffen werden muss.

Umfeld

Durch den zunehmende Dynamik in der heutigen Wirtschaft müssen Mitarbeiter immer schneller neues Wissen aufbauen. Ein großer Teil des notwendigen Wissens ist informeller Natur und wird erst beim Einarbeiten durch eigene Erfahrung erworben. Dieser Lernprozess kann beschleunigt werden, indem Mitarbeiter ihre Erfahrungen zeitnah aktiv refllektieren. Durch die gezielte Analyse und Verarbeitung von Erfahrungen im Arbeitsalltag entstehen neue Einsichten. Diese Einsichten sind oft schwer klar zu beschreiben und festzuhalten, aber sie zeigen sich um so mehr im verbesserten Arbeitsprozess.

Projektziele

Im Projekt MIRROR soll Reflektion zu einer IT-gestützten Methodik für das Lernen am Arbeitsplatz weiterentwickelt werden. Dafür entwickelt das FZI zusammen mit 14 weiteren europäischen Partnern aus den Bereichen Technology Enhanced Learning, Computer Supported Collaborative Work, Wissensmanagement und Psychologie neue Werkzeuge für reflektive Lernprozesse. Diese sogenannten MIRROR-Apps können beispielsweise den Tagesablauf aufzeichnen, die gemeinsame Reflektion mit Kollegen unterstützen oder auch Analysefunktionen anbieten. All diese Apps werden in der Mirror AppSphere gesammelt und können dort ausgewählt und zu angepassten Lösungen für verschiedene Anwendungsbereiche kombiniert werden. Das breite Spektrum der Anwendungspartner, von der British Telecom bis hin zu Altenheimen, soll die spätere Übertragbarkeit der Lösungen auf andere Bereiche garantieren.

Beitrag des FZI

Die Forschungsbereiche IPE und ESS bringen ihre Vorarbeiten aus den Projekten xDELIA, MATURE und dem Open-Source- Projekt openAAL ein und kümmern sich um die Förderung von Reflektion durch Sammeln und Aggregieren von Informationen über Aufgabenkontext und den physischen und emotionalen Zustand. Ein Anwendungspartner ist die Neurologische Klinik in Bad Neustadt als Fortführung der erfolgreichen Kooperation, z.B. im Rahmen von StrokeAngel.

Projektpartner

  • IMC Information Multimedia Communication, Saarbrücken
  • Know-Center: Kompetenzzentrum für wissensbasierte Anwendungen und Systeme F&E GmbH, Graz
  • imaginary, Mailand
  • Deutsches Zentrum für Künstliche Intelligenz, Saarbrücken
  • Ruhr Universität Bochum: IT Management, Bochum
  • City University, London
  • Norwegian University of Science and Technology, Trondheim
  • British Telecom Netherlands, Niederlande
  • Tracoin Quality BV, Niederlande
  • Infoman, Stuttgart
  • Regola, Italien
  • Registered Nursing Home Association, Großbritannien
  • Neurologische Klinik GmbH, Bad Neustadt
  • Knowledge Media Research Center, Tübingen

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