Projekt FIT

Semantische Technologien für adaptive eGovernment-Dienste

Im Web nutzbare eGovernment-Dienste sollten sich jedem/r Bürger/in individuell anpassen können. Da jeder Mensch unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten, Vorkenntnisse, Fähigkeiten und Motivationen besitzt, sollten die Dienst-Erstellung und der Dienst-Zugang im Internet weitestgehend individuell anpassbar sein. Die erforderliche Adaptivität sollte allen Bürgern ermöglichen, internetbasierte eGovernment-Dienste als gut bedienbar und letztendlich nützlich zu erfahren. Dies erfordert nicht nur einen personalisierten Dienste-Zugang, sondern kann sogar die Veränderung der Dienste-Erbringung selber aufgrund dynamisch veränderlicher Bürger-Bedürfnisse notwendig machen.

Das Projekt FIT hat es sich zum Ziel gesetzt, mithilfe semantischer Technologien ein adaptives eGovernment Rahmenwerk zu entwickeln, testen und validieren, welches eine hohe Qualität der öffentlichen Dienstleistung sicherstellt, indem es aktiv und kontinuierlich versucht, den wechselnden Präferenzen und den wachsenden Anforderungen der Bürger gerecht zu werden. Das Projekt FIT strebt dazu an:

  • ein konzeptuelles Rahmenwerk für das adaptive eGovernment zu entwerfen: (i) welches Benutzerbedürfnisse, Domänenwissen und semantische Beschreibungen existierender Verwaltungsprozesse nutzt sowie (ii) die Dienste-Erbringung kontinuierlich verbessert, neue Dienste-Erfordernisse aufspürt und existierende Dienste kontext-basiert umstrukturiert.
  • die Bürgerzufriedenheit zu erhöhen durch ein intelligentes, personalisiertes Web-Portal ("Front Office"), das dynamisch die Präferenzen der Nutzer erkennt und unaufgefordert und kontext-orientiert spezifisch zugeschnittene Dienste und Informationen zur Verfügung stellt.
  • die Adaptivität auch des "Back Office" zu erhöhen durch semantische Modellierung anpassbarer Verwaltungsprozesse und Einbettung dieser Modelle in die tägliche Arbeit.
  • den Wissensaustausch zwischen Front Offices durch semantische Modellierung von "Best Practices" und Übertragung solcher Best Practices auf andere Behörden zu ermöglichen.
  • die FIT-Plattform in drei öffentlichen Verwaltungen (eine Stadtverwaltung, zwei Ministerien) dreier Europäischer Länder (Österreich, Griechenland, Serbien) zu pilotieren und testen. Die Evaluation umfasst technische, organisatorische und soziale Aspekte.