Projekt SemPIT
Semantisch gestützte Bereitstellung und Management von IT Ressourcen
Das FZI Forschungszentrum Informatik Karlsruhe und IBM Deutschland Entwicklung GmbH in Böblingen bei Stuttgart kooperieren bei der Weiterentwicklung von Dienstleistungen im Umfeld von Informationstechnologien (IT). Schwerpunkt der gemeinsamen Forschung und Entwicklung sind Innovationen für die "Dynamic Computing"-Lösungen von IBM sowie die technische und wirtschaftliche Evaluierung der erzielten Ergebnisse. Bis zum Jahr 2010 reicht die ehrgeizige Planung der beiden Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Gemeinsam sollen Innovationen zur Unterstützung einer agilen IT-Infrastruktur- und Unternehmenssteuerung vorangetrieben werden.

Dynamic Computing von IBM kombiniert Virtualisierungs- und Automationstechnologien mit den Technologien die benötigt werden, um IT als Service zur Verfügung zu stellen. Dies ermöglicht Computer-Rechenleistung, Speicherplatz und Software flexibel und bedarfsgerecht verfügbar zu machen, so dass Nutzer es vermeiden können, teure und häufig ungenutzte IT-Kapazitäten aufzubauen und vorzuhalten.
"Weil diese Idee mit der bedarfsgerechten Bereitstellung von Ressourcen wie Wasser und Strom vergleichbar ist, spricht man hier auch vom Utility Computing", erläutert Prof. Dr. Rudi Studer, Direktor im Forschungsbereich Information Process Engineering (IPE) und Vorstand am FZI Forschungszentrum Informatik. Das FZI, seine Schwesterinstitute an der Universität Karlsruhe (TH) und das neu entstandene KIT beschäftigen sich in ihrer Forschung und Entwicklung mit Fragen der Konzeption, des Monitorings und der Preisgestaltung von IT Services sowie deren formaler, semantischer Beschreibung.
IBM bietet seit 2004 Produkte und Lösungen zu diesem Thema an. Die am Kooperationsprojekt mit dem FZI beteiligte IBM-Forschungsgruppe um den deutschen IBM Experten Gerd Breiter zeichnet dabei vorrangig für die Management-Software IBM Dynamic Infrastructure (IDI) verantwortlich. Breiter, einer der weltweit führenden Experten bei IBM zu diesem Thema, erklärt: "Unsere IDI-Lösungen erlauben es zur Zeit vor allem, die SAP Business Suite effizienter zu betreiben und SAP-Anwendungen entsprechend dem `IT as a Service` Modell anzubieten". Das Spektrum der unterstützten Anwendungen soll aber beständig erweitert werden. Dabei wird der gesamte Lebenszyklus eines IT-Service unterstützt - von der modellbasierten Spezifikation der für den Dienst benötigten Aggregation von Ressourcen, über das Abonnieren, Instantiieren und den Betrieb der Dienste im Netz.
Über die produktbezogene Forschung und Entwicklung hinaus tragen die Forschungspartner als so genanntes "Center for Advanced Studies" auch zur wichtigen internationalen IBM Initiative "SSME Services Sciences Management und Engineering"(SSME) bei. SSME wurde von IBM ins Leben gerufen, um die Bedeutung des Dienstleistungssektors für die service-orientierte Weltwirtschaft der Zukunft hervorzuheben und die Forschung und Entwicklung im Bereich IT-basierter Dienstleistungen zu fördern. Für den ersten Aspekt sind vor allem die zielgerichtete Innovation von IT-Services sowie das wirtschaftliche Anbieten und Betreiben solcher Dienste relevant; für den zweiten die technische Handhabbarkeit: Durch semantische Ansätze erweiterte Services lassen sich beispielweise exakter beschreiben, leichter finden und zusammenfügen. Arbeitsschritte, die heute noch manuell erfolgen, können dann automatisch vollzogen werden. Das deutsche IBM Entwicklungszentrum und FZI Karlsruhe bringen ihre spezifischen Kompetenzen über die SSME-Initiative auf globaler Ebene ein.
- Gefördert: IBM Deutschland Entwicklung GmbH
- Ansprechpartner: Benjamin Blau ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können )
- beteiligte Forschungsbereiche: IPE

