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Projekt SANITAS - Sichere Systeme auf Basis einer durchgängigen Verifikation

SANITAS entwickelt neue Verifikationstechniken auf hoher Abstraktionsebene sowie Methoden zur effektiven Anbindung von Kundenanforderungen an die Verifikation auf Seiten der Zulieferer. Zusätzlich verfolgt SANITAS die Erforschung virtueller Modellierungstechniken für die Übergabe von Validierungsmodellen von den Zulieferern an die Systemhersteller.

Umfeld

Die Beherrschung hochautomatisierter, komplexer Fertigung macht den Standort Deutschland heute einmalig und auch im Vergleich zu Niedriglohnländern als Produktionsstandort wettbewerbsfähig. Voraussetzung dafür, dass das so bleibt, sind leistungsfähige elektronische Automatisierungssysteme und der Einsatz der sogenannten Digitalen Fabrik bereits bei der Planung der Fertigungsanlagen. Der Erfolg hängt dabei wesentlich davon ab, dass die Sicherheitseigenschaften dieser realen Systeme durch eine lückenlose Verifikation mittels virtueller Modelle garantiert werden können. Das Forschungsvorhaben SANITAS ("Sichere Systeme auf Basis einer durchgängigen Verifikation entlang der gesamten Wertschöpfungskette") erforscht und entwickelt eine ebenenübergreifende Systemverifikationsmethodik.

Projektziele

SANITAS bezieht dabei alle Ebenen der Produktentwicklungskette vom mikro-/nanoelektronischen Teilsystem bis zum Endprodukt in die Verifikation mit ein. So wird erstmalig eine durchgängige Verifikation entlang der gesamten Entwicklungskette bis hin zur Fertigung zur Verfügung gestellt. Die Auswirkungen von mikro- und nanoelektronischen Komponenten und eingebetteter Software (SoCs) können somit frühzeitig erfasst und die Entwicklung sicherer, zuverlässiger und energieeffizienter Produkte gewährleistet werden. Hierzu entwickelt SANITAS neue Verifikationstechniken auf hoher Abstraktionsebene sowie Methoden zur effektiven Anbindung von Kundenanforderungen an die Verifikation auf Seiten der Zulieferer. Zusätzlich verfolgt SANITAS die Erforschung virtueller Modellierungstechniken für die Übergabe von Validierungsmodellen von den Zulieferern an die Systemhersteller. Somit wird in SANITAS die Erhöhung der Entwurfssicherheit durch eine durchgängige Verifikation erstmals als ganzheitliche und gemeinsame Aufgabe verstanden und ein effektives und effizientes Ineinandergreifen der Entwicklungsprozesse auf Seiten der Kunden und ihren Zulieferern innerhalb eines gemeinsamen methodischen Vorgehens forciert. Der Siemens-Sektor Industry wird als führender Anbieter im Bereich Fertigungsautomatisierung und Digitale Fabrik die Ergebnisse aus SANITAS nutzen, um die Entwicklung innovativer Automatisierungssysteme zu beschleunigen und um sein Angebot im Bereich der Digitalen Fabrik um die Virtualisierung der elektronischen Komponenten in Fertigungsanlagen entscheidend zu ergänzen. Durch die aktive Mitwirkung von Vertretern weiterer deutscher Schlüsseldomänen wird darüber hinaus ein breiter Nutzen für den Industriestandort Deutschland sichergestellt.

Beitrag des FZI

Das FZI entwickelt im Rahmen von SANITAS Methoden, um bereits in einer frühen Phase der Produktentwicklung nichtfunktionale Eigenschaften wie Laufzeit und Leistungsaufnahme in die Entwurfsmodelle eingebetteter Systeme integrieren zu können. Weiterhin beschäftigt sich das FZI mit Ansätzen zur automatischen Generierung von Testszenarien aus Systemspezifikation um Testaufbauten für einzelne Komponenten eines Gesamtsystems während des kompletten Entwicklungsprozesses verwenden zu können. In Kombination mit einer neu zu entwerfenden Methodik zur transaktionsbasierten Verifikation funktionaler und nichtfunktionaler Eigenschaften ermöglicht dies die durchgängige Überprüfung von Systemeigenschaften während des gesamten Entwicklungsprozesses.

Projektpartner

  • Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen, Institutsteil Entwurfsautomatisierung EAS Dresden
  • FZI Forschungszentrum Informatik
  • Infineon Technologies AG
  • Micronas
  • Robert Bosch
  • Siemens Industry
  • Tieto Deutschland GmbH
  • Universität Bremen
  • Universität Paderborn

Weitere Informationen

  • Beteiligte Forschungsbereiche: SIM
  • Gefördert durch: BMBF
  • Laufzeit: bis September 2012
  • Ansprechpartner: Oliver Bringmann, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können