01.10.2009: BMBF Verbundprojekt SANITAS gestartet
Das FZI erforscht in SANITAS zusammen mit den Industriepartnern Bosch, Infineon, Micronas, Tieto und Siemens, der Fraunhofer Gesellschaft, dem OFFIS sowie den Universitäten Bremen, München, Paderborn und Tübingen die Entwicklung sicherer Systeme in der Automobiltechnik und der Industrieautomatisierung auf Basis einer durchgängigen Verifikation entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Das Projekt SANITAS soll eine durchgängige Verifikation entlang der Wertschöpfungskette vom Elektronikzulieferer bis zum Endproduktintegrator ermöglichen, um eine sichere und flexible Produktion durch enges Ineinandergreifen von Mensch und Maschine zu gewährleisten und damit eine hohe Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sicherzustellen. Der Erfolg hängt dabei wesentlich davon ab, dass die Sicherheitseigenschaften der realen Systeme durch eine lückenlose Verifikation mittels virtueller Modelle garantiert werden können, die ohne Detailkenntnisse nutzbar sind, und eine frühe, ganzheitliche Verifikation von Requirements in einem gegebenen Produktkontext erlauben. Das FZI wird SANITAS dazu nutzen, die Verifikationsmethodik auf Transaktionsebene anzuheben, um einerseits die Verifikation auf der gleichen Ebene wie den Entwurfsprozess starten zu können und andererseits zur Gesamtsystemverifikation direkt anwendbare Verifikationsmodelle für den Kunden zur Verfügung zu stellen. Hierzu wird eine breit anwendbare TLM-Verifikationsmethodik erforscht, die eine direkte Ableitung von Verifikationsszenarien aus modellbasiert beschriebenen und vertraglich abgestimmten Requirements erlaubt. Zusätzlich werden effiziente TLM+-Modelle zur schnellen Verifikation sowohl auf Seiten des Zulieferers als auch auf Seiten des Produktintegrators erforscht und zu einem automatisierten Verifikationsablauf zusammengefügt, wobei sowohl Hardware- als auch Software-Aspekte Berücksichtigung finden.

