Automatisierte Interpretation graphischer Objekte und Zusammenhänge in digitalen Fabrikplanungsmodellen zur Flexibilitätsanalyse von Produktionssystemen
Jahr:
2009
Autoren/Hrsg:
Rogalski, Sven
Publikationstyp:
Kongressbeitrag/Proceeding
Quelle:
Standardisierung und Flexibilisierung produktionsnaher IT-Systeme, 26. & 27. März 2009, Düsseldorf
Abstract:
Die Anforderungen an Produktionssysteme ändern sich ständig als Folge wandelnder Wettbewerbsbedingungen und den damit verbundenen Leistungszielen von Zeit, Qualität, Kosten und Innovationsfähigkeit. Besonders die verstärkte Planungsunsicherheit, hinsichtlich Art und Umfang der zu fertigenden Produkte, stellt Produktionsunternehmen vor eine schwierige Aufgabe und führt zu einem wachsenden Flexibilitätsbedarf. In diesem Zusammenhang nehmen Methoden zur Bewertung der Flexibilität von Produktionssystemen einen hohen Stellenwert ein.
Kerninhalt des Präsentationsbeitrags ist das Vorstellen einer branchenübergreifenden Bewertungsmethodik namens "ecoFLEX", mit der sich die Flexibilität von Produktionssystemen messen lässt. Dieses erfolgt auf Basis konkreter Kennzahlen, mittels derer auf die Reaktionsfähigkeit der Produktion hinsichtlich Mengenschwankungen, Veränderungen des Produkt-/Variantenmixes und Kapazitätserweiterungen geschlossen werden kann. Der Betrachtungsraum erstreckt sich hierbei über die Ebenen Arbeitsplatz, Linie, Segment, Fabrik und ermöglicht somit fokussierte Flexibilitätsbetrachtungen. Die Anwendung der Methodik verspricht Produktionsunternehmen unterschiedlicher Branchen Wettbewerbsvorteile, infolge verlässlicher Einschätzungen zur zielgerichteten Reaktion auf Umfeldänderungen Es wird gezeigt wie Fabriklayouts aus digitalen CAD-Zeichnungen hinsichtlich der enthaltenen Produktionseinheiten und derer Materialflussbeziehungen automatisch extrahiert und interpretiert werden. Die so gewonnenen Informationen repräsentieren das Abstraktionsmodell des zu untersuchenden Produktionssystems mit seinen Subsystemen und deren Abhängigkeitsbeziehungen. Auf dieser Basis lassen sich automatisiert aktuelle, vergangenheitsbezogene oder planerische Daten den einzelnen Subsystemen zuordnen, die dann zu konkreten Maßzahlen der Analyse von Mengen-, Mix- und Erweiterungsflexibilität in ecoFLEX führen. Dies veranschaulicht abschließend eine Live-Demonstration am Fallbeispiel eines realen Produktionssystems.
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