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Zuverlässige Logistiksysteme

Integrierte Risikosimulation bringt Betriebssicherheit ins Beschaffungsnetz

Logistiksysteme – und hier insbesondere Produktions und Beschaffungsnetzwerke – gehören heute angesichts einer weltweit arbeitsteiligen Wirtschaft zu den komplexesten technischen Systemen überhaupt. So werden beispielsweise in Unternehmen und Unternehmensverbünden zur Planung und operativen Steuerung von Beschaffung, Produktion und Distribution IT-Systeme, u.a. ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) eingesetzt. Seit ihrer Einführung liegt der Fokus dieser Systeme auf der Effizienz der zu planenden und zu steuernden Prozesse und damit vorrangig auf der Kostenminimierung. Diese konsequente Ausrichtung auf Effizienz hat die Logistiksysteme jedoch auch empfindlich gemacht gegenüber Schwankungen, Abweichungen, Störungen und Unterbrechungen. Aus dieser Situation heraus ist die Idee des Supply Chain Risk Management Frameworks (SCRM) entstanden – eines Systems, das Logistikverantwortliche in die Lage versetzt, Risiken in ihrem Beschaffungsnetzwerk zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten. Die Verantworlichen werden auf diese Weise dabei unterstützt, geeignete Gegenmaßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. SCRM wird ein Informationssystem, das in ein bestehendes Supply-Chain-Planungssystem integriert wird und über ein eigenes Simulationssystem zielgerichtete Risikoanalysen durchführt. Zugleich wird SCRM eine technologische Plattform für ähnliche Systeme bilden, mit denen das Konzept Unsicherheit in herkömmliche – deterministisch arbeitende – Planungssysteme eingeführt werden kann. Auf der Grundlage der Ergebnisse des SCRM werden Anwender risikoarme Beschaffungspläne ermitteln können. Zu den Adressaten des SCRM gehören Produktions- und Beschaffungsnetze von Unternehmen der diskreten Fertigung bspw. von Serienfertigern technologiegetriebener Produkte mit kurzen Lebenszyklen und einem hohen Variantenanteil aus der Elektro- und Elektronikbranche oder der Automobilindustrie. Diese Unternehmen beschaffen ihre Vorprodukte weltweit und sind – insbesondere KMU – teilweise abhängig von großen Lieferanten mit entsprechenden Risiken für die Versorgungssicherheit.

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