11.08.2020

FZI gewinnt bei Wettbewerb "KI-Champions Baden-Württemberg"

Im Rahmen einer virtuellen Preisverleihung hat Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am 11. August 2020 erstmals insgesamt neun Gewinner des Wettbewerbs „KI-Champions Baden-Württemberg“ ausgezeichnet. Das FZI gewann als alleiniger Preisträger in der Kategorie "Wirtschaftsnahe Forschung" mit der Self-Service-Toolbox StreamPipes. Mit dem Wettbewerb werden Unternehmen und Forschungseinrichtungen ausgezeichnet, die mit ihren Lösungen herausragende Beispiele für KI „Made in BW‘ sind.

Bild: KD Busch / Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Die FZI-Wissenschaftler Dr.-Ing. Dominik RiemerPatrick Wiener und Philipp Zehnder konnten von Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut die Auszeichnung für Apache StreamPipes entgegen nehmen. Sie haben am FZI die Self-Service-Toolbox StreamPipes initiiert, die zur einfachen Datenanbindung, -analyse und -exploration für das Industrial IoT entwickelt wurde. Damit soll auch Laien ermöglicht werden, IoT-Datenströme anzubinden, zu analysieren und zu verwerten. Bei dem Wettbewerb KI-Champions Baden-Württemberg hatte sich StreamPipes in der Kategorie „Forschungseinrichtungen“ durchgesetzt.

In das Projekt sind Ergebnisse aus mehreren Forschungsprojekten sowie aus Dissertationsvorhaben mehrerer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeflossen. Grundlagen für StreamPipes wurden auch im Rahmen anwendungsnaher Forschung in mehreren öffentlich geförderten Projekten auf Bundes- und EU-Ebene erarbeitet, in mehreren anschließenden Industrieprojekten konnte das FZI die Lösung bereits in der Praxis einsetzen. Im November 2019 wurde StreamPipes durch die Apache Software Foundation, die größte Open-Source-Stiftung der Welt, als neues Projekt in den Apache Incubator aufgenommen und wird dort nun von einer internationalen Entwicklergemeinschaft weiterentwickelt. Diese Fortführung als Apache-Community-Projekt („Apache StreamPipes“) sichert eine nachhaltige Weiterentwicklung und einen breiten Technologietransfer. StreamPipes wurde bisher mehrere tausend Mal heruntergeladen und installiert.

„Die beeindruckende Resonanz auf den Wettbewerb zeigt einmal mehr das enorme Potential unserer Unternehmen in Baden-Württemberg. Wir müssen aber noch besser darin werden, Forschungsergebnisse schnell und erfolgreich in die Umsetzung und auf den Markt zu bringen“, so die Ministerin. Den vielen hochinnovativen Unternehmen und Start-ups im Land komme dabei eine Schlüsselrolle zu. „Baden-Württemberg ist ein starker KI-Standort und treibende Kraft im Feld der Zukunftstechnologien.“

Der Wettbewerb ist Teil des „Aktionsprogramms KI für den Mittelstand“ des Wirtschaftsministeriums. Er wurde zu Beginn des Jahres erstmals ausgeschrieben und richtet sich an Unternehmen und wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg. Aus über 40 Bewerbungen wurden neun Preisträger ausgewählt. Die Verleihung der „KI-Champions Baden-Württemberg“ erfolgte in drei Kategorien: Forschungseinrichtungen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bis 500 Beschäftigte sowie große Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten.