08.01.2018

Gutachter: innBW-Institute leisten exzellente Arbeit

„Die wirtschaftsnahen Forschungsinstitute der Innovationsallianz Baden-Württemberg leisten einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. Sie unterstützen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen im Südwesten durch anwendungsorientierte Forschung auf einem sehr hohen Niveau.“ Dies teilte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am 21. Dezember 2017 anlässlich der Vorlage des Evaluationsberichts für die Innovationsallianz Baden-Württemberg mit.

Mit der Begleitung und organisatorischen sowie fachlichen Unterstützung der Evaluation der dreizehn Institute der Innovationsallianz Baden-Württemberg hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg die Evaluationsagentur Baden-Württemberg (evalag) beauftragt. Zu den Instituten zählen:

  • Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie, Schwäbisch Gmünd (fem)
  • Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF)
  • Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Messtechnik an der Universität Ulm (ILM)
  • FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe
  • Institut für Mikroelektronik, Stuttgart (IMS CHIPS)
  • Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut (NMI) an der Universität Tübingen
  • Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg, Ulm/Stuttgart/Widderstall (ZSW)
  • Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V., Freiburg/Stuttgart/ Villingen-Schwenningen

In ihrem Abschlussbericht stellen die Gutachter unter anderem fest, dass alle Forschungsinstitute der Innovationsallianz Baden-Württemberg sehr gut auf ihren spezifischen Märkten positioniert seien. Sie heben hervor, dass das FZI neben dem ZSW, Hahn-Schickard und der DITF auf europäischer Ebene besonders gut aufgestellt sei.

Den relativ hohen Anteil der Einnahmen der evaluierten Forschungsinstitute aus Aufträgen aus der Wirtschaft nimmt die Gutachterkommissionen anerkennend zur Kenntnis. Der geforderte Zwei-Drittel- Anteil an eingeworbenen Drittmitteln bei der Finanzierung der Institute wird von allen Instituten erreicht und von einigen Einrichtungen, wie zum Beispiel dem FZI, deutlich überschritten.

In ihrem Gutachten hoben die Experten in puncto Personal den Ansatz zur Personalentwicklung am FZI hervor: Hier zählt die Weiterbildung zu den strategischen Zielen und wird durch verpflichtende Schulungen sowie durch individuelle, im Rahmen eines festgelegten Budgets finanzierte Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umgesetzt. Außerdem zeichne sich das FZI durch eine hohe Anzahl der internationalen Gäste bzw. Gastaufenthalte aus. Insgesamt bewertet die Gutachterkommission die Wissenschaftsbindung der evaluierten Forschungsinstitute als sehr gut. Belege hierfür seien unter anderem intensive Kooperationen mit Universitäten und Hochschulen sowie außeruniversitären Forschungsinstituten der Region.

Da das FZI stark wächst, erkennen auch die Gutachter den zusätzlichen Raumbedarf an.

Laut Ministerin Hoffmeister-Kraut bestätige der Evaluationsbericht die Spitzenqualität der Institute der Innovationsallianz und belege eindrücklich ihre große Bedeutung für die Unternehmen in Baden-Württemberg. Das Wirtschaftsministerium werde sich daher auch weiterhin für eine gute finanzielle Ausstattung der Institute stark machen und die Zusammenarbeit zwischen den Instituten ausbauen. Hoffmeister-Kraut: „Wir wollen, dass die Innovationsallianz Baden-Württemberg auch in Zukunft eine starke Marke in unserer wirtschaftsnahen Forschungslandschaft bildet.“

Über die Innovationsallianz Baden-Württemberg

Die Innovationsallianz Baden-Württemberg ist ein Zusammenschluss von 13 wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen, die insgesamt einen Jahresumsatz von über 133 Millionen Euro erreichen und mehr als 1.800 Personen beschäftigen. Die Institute der Innovationsallianz erhalten vom Wirtschaftsministerium derzeit eine jährliche Grundfinanzierung in Höhe von rund 27 Millionen Euro. Die Institute betreiben angewandte Forschung in wichtigen Zukunftsfeldern wie nachhaltige Mobilität, Umwelttechnologie und Ressourceneffizienz, Gesundheit und Pflege, Information und Kommunikation. Sie haben die Aufgabe, für die Wirtschaft relevante Technologiefelder in Vorlauf- und Eigenforschung aufzugreifen und zu erschließen. Die Dienstleistungsangebote der Institute richten sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen, für die sie wichtige Partner im Technologietransfer sind. Das Angebotsspektrum umfasst neben Forschungsdienstleistungen auch Beratungsleistungen und reicht bis hin zu Weiterbildungs- und Schulungsangeboten.

Im Jahr 2016 haben die Institute der Innovationsallianz insgesamt 4.733 Forschungsaufträge aus der Wirtschaft bearbeitet, davon 2.248 Aufträge für Unternehmen bis 500 Beschäftigte und 1.795 Aufträge für Unternehmen bis 250 Beschäftigte.

Neben Wirtschaftseinnahmen in Höhe von rund 47 Millionen Euro haben die Institute 2016 öffentliche Projektmittel in Höhe von mehr als 57 Millionen Euro einwerben können, darunter Mittel des Bundes in Höhe von rund 35 Millionen Euro und Mittel der EU in Höhe von ca. sieben Millionen Euro.