24.11.2015

iBoss-3: Roboter reparieren künftig Satelliten im Weltraum

Nach erfolgreichem Abschluss des iBOSS-2-Projekts startete im Oktober 2015 das Nachfolgprojekt: iBOSS-3 – Intelligentes Baukastensystem für das On-Orbit-Satelliten-Servicing und -Assembly. Das Kick-Off in Bonn findet heute statt.

Das vom BMWi geförderte Projekt arbeitet daran, ein neues Design- und Wartungskonzept für wiederverwendbare, modulare Satelliten zu etablieren. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Rahmen der iBOSS Vorhaben werden in enger Abstimmung mit dem DLR Raumfahrt Management durchgeführt und haben inzwischen national und international für großes Interesse gesorgt.

Das FZI fokussiert sich auf mehrere, wichtige Kernelemente des Vorhabens wie z. B. das teilautonome, robotische Servicing von Bausteinen basierend auf modellgestützten Manipulationsstrategien. Weitere, wichtige FZI-Aufgaben sind das dynamische, ressourcenorientierte Scheduling und Verteilen von Berechnungen innerhalb des modularen Satelliten sowie die Lokalisierung auch von verdeckten Schnittstellen relativ zu dem Satelliten, basierend auf indirekten Modellbeobachtungen – ähnlich dem SLAM-Ansatz aus der mobilen Robotik.

Das in den Vorgängerprojekten entwickelte CASD-Tool (Computer Aided Satellite Designer), das es Endanwendern gestattet, schnell und intuitiv einen neuen, modularen Satelliten zu erzeugen, wird ebenfalls im iBOSS-3 Vorhaben weiterentwickelt.

Übergeordnetes Ziel des 2,5 Jahre andauernden Vorhabens ist vor allem die Steigerung der Robustheit und Zuverlässigkeit aller Komponenten auf ein Niveau, das über den Labor-Demonstrator hinaus geht und den Bedingungen im All standhalten kann. Einige Komponenten sollen bereits am Ende der Laufzeit für den Weltraum zertifiziert und erprobt werden.