22.06.2015

Leistungsschau der Big-Data-Technologien in Karlsruhe

Heute veranstaltet die Smart-Data-Begleitforschung des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Technologieprogramms „Smart Data – Innovationen aus Daten“ am FZI Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe einen Technologie-Workshop, der Ausgangspunkt für eine umfangreiche Landkarte der verfügbaren Big-Data-Technologien ist.

Das wirtschaftliche Potenzial von Big Data, das sich in den ständig anwachsenden Informationsfluten verbirgt, ist unbestritten. Im Jahr 2016 wird der Umsatz mit Big-Data-Lösungen allein in Deutschland auf über 13 Milliarden Euro prognostiziert. Bei einem Workshop zu den verfügbaren Big-Data-Technologien der Smart-Data-Begleitforschung sprechen Forscher, Entwickler und Anwender heute in Karlsruhe über den aktuellen Stand der verfügbaren Big-Data-Technologien. Ziel ist es eine Landkarte der State-of-the-Art-Technologien zu entwickeln, die es Anwendern künftig ermöglichen soll, für unterschiedliche Anwendungsbereiche und -szenarien schnell die jeweils für sie passende Technologie zu finden.

„Eine der größten Herausforderungen, mit denen wir uns bei der Entwicklung von Big Data hin zu Smart Data konfrontiert sehen, ist die zielgerichtete Aus- und Weiterverwertung der ständig anwachsenden Datenmassen. Daher ist es enorm wichtig für uns, einen Überblick über die verfügbaren Datenplattformen zu bieten und deren Einsatzbereiche entlang von Anwendungsszenarien zu beschreiben. Entscheidend für den Erfolg von Smart Data wird sein, dass unterschiedliche Technologien zur Datenhaltung auf einfache Art und Weise miteinander arbeiten können. Daten aus unterschiedlichen Quellen, wie beispielsweise Hadoop, noSQL, relationale Systeme und Dateisysteme, müssen gemeinsam nutzbar sein“, so Dr. Alexander Lenk, Leiter der Begleitforschung vom FZI Forschungszentrum Informatik.

Im Zusammenhang mit der Verarbeitung großer Datenmengen stehen bei dem Workshop die Tools der Smart Data-Projekte im Fokus. Diese setzen sich zusammen aus den Open-Source-Technologien „Flink“ und „Spark“ sowie den proprietären Lösungen von IBM und der Software AG. Diese Datenverarbeitungsplattformen verfügen in der Regel bereits über entsprechende Algorithmen und In-Memory-Technologien, die für eine schnelle Analyse und Auswertung großer Datenströme unabdingbar sind. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU), denen die finanziellen Mittel zur eigenständigen Entwicklung solcher Anwendungen meist fehlen, sollen so die Möglichkeit haben, ihre Dienstleistung den technischen Anforderungen der Zukunft anzupassen und weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.

Quelle: Presseinformation des BMWi vom 22.06.2015