19.09.2019

OpenLabDay – Sichere Produktion

Für sämtliche Fragen, Ideen und mehr rund um die Thematik „moderne, sichere Produktionsanlagen“ bietet der kommende Open Lab Day am 14.11.2019 am FZI in Karlsruhe die perfekte Plattform. Bei dieser Veranstaltung bieten Wissenschaftler aus den Projekten CyberProtect und RoboShield, welche sich mit den verschiedenen Aspekten der Sicherheit in Produktion beschäftigen, Einblick in aktuelle Forschungsergebnisse und neuste Technologien wie MRK sowie KI. In der Form von Keynotes, Fachvorträgen, robotischen Demonstratoren, Testbeds und direktem Austausch mit den anwesenden Wissenschaftlern besteht die Gelegenheit, verschiedenste Aspekt Sicherheit (Safety, Security und Privacy) tiefer kennenzulernen und mögliche Fragen oder Ideen zu diskutieren. Darüber hinaus gibt es auch konkrete Angebote für Firmen sowie Möglichkeiten sich an den Projekten zu beteiligen.

Inhalte:

  • Vorträge zu neuen Methoden und Technologien für mehr Sicherheit in komplexen Produktionsumgebungen
  • Besichtigung der Demonstratoren und Testbeds für Security, Safety und Privacy
  • Möglichkeit zur Teilnahme an den QuickChecks sowie Austausch mit Wissenschaftlern vor Ort

Für eine Teilnahme bitte hier anmelden.

Highlights

Angreifbarkeit von unzureichend geschützter Kommunikation

Der Demonstrator präsentiert das Szenario „KI-basierte Erkennung und Klassifikation von Schrauben mittels eines tiefen neuronalen Netzes“. Beispielhaft werden in diesem Best Practices für die Nutzung des Open Source Frameworks ROS2 dargestellt. Des Weiteren zeigt der Demonstrator die Problematik einer fehlenden Absicherung in einem Netzwerk am konkreten Beispiel einer Man-in-the-Middle-Attack mit direkter Auswirkung auf die Klassifikation. Durch Nutzung der zuvor integrierten Schutzmechanismen , auf Basis der Best Practices, wird präsentiert, wie mit minimalem Aufwand das bestehende Risiko drastisch reduziert werden kann.

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Adaptives Robustheits-Monitoring

Das Testbed zeigt einen architekturgetriebene Ansatz zur Absicherung von KI-Verfahren auf Basis von Domänenwissen. Als konkretes Szenario wird eine KI-Komponente zur Objekterkennung betrachtet, die durch unerwartete Ereignisse in der operativen Umgebung (z.B. Helligkeitsänderungen) inakkurate Ausgaben erzeugt. Das Testbed soll veranschaulichen, wie durch a priori Wissen über die Domäne und adaptive architekturgetriebene Mechanismen, als Reaktion auf unerwartete Ereignisse, eine Absicherung von KI-Verfahren erzielt werden kann.

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QSelect

Der Demonstrator QSelect mit integriertem 4Crypt Video bildet drei Arbeitsschritte der Qualitätssicherung ab. Im ersten Schritt werden Bauteile, hier eine lackierte Motorhaube, auf Fehler geprüft und diese digital direkt am Werkstück markiert. Im zweiten Schritt wird das Bauteil in der Nachbesserung behandelt. Die gefundenen Fehler werden dabei millimetergenau auf das Bauteil projiziert. Sobald ein Fehler ausgebessert wurde, wird dies wieder digital im System gespeichert, so dass Fehler durchgängig dokumentiert sind. Der dritte Baustein ist die verschlüsselte Videodokumentation kritischer Arbeitsschritte, 4Crypt Video. Diese kommt bspw. zum Einsatz, um die Kontrolle einer Schweißnaht zu dokumentieren.

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Sichere Mensch-Roboter-Kollaboration

Der Demonstrator zeigt, wie feste Sicherheitszonen zum verlangsamen und stoppen eines Roboters durch eine dynamische Geschwindigkeitsanpassung auf Basis kontinuierlicher Abstandsüberwachung ersetzt werden können. Eine intelligente Bahnplanung ermöglicht Roboterbewegungen, welche möglichst wenig mit den erwarteten Bewegungen des Menschen interferieren. Außerdem werden Techniken zur sicheren Handführung präsentiert.

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Wandlungsfähige Produktion durch flexible Sicherheitskonzepte

Anhand des Demonstrators wird gezeigt, wie flexible und zugleich wirtschaftliche Produktionsanlagen im Umfeld der Mensch Roboter Kollaboration möglich sind. Dazu werden in dem Demonstrator neue Sicherheitstechnologien genutzt, um den Arbeitsplatz eines Menschen im Umfeld von stationären und mobilen Robotern abzusichern. Unter anderem wird demonstriert, wie sichere, drahtlose Kommunikation und sichere Lokalisierung genutzt werden kann, um die Schutzfelder eines stationären Roboter mit dem eines mobilen Roboters zu verschmelzen.

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Mehr Informationen auf folgender Übersichtsseite https://cyberprotect-bw.de/open-lab-day/

 

Beschreibung CyberProtect:

Zur Stärkung von KMUs in Baden-Württemberg werden im Projekt CyberProtect Methoden zur besseren Absicherung von komplexen Softwaresystemen in allen  drei Bereichen der Sicherheit (Security, Safety und Privacy) entwickelt und in die Anwendung gebracht. Mit Fokus auf dem der Aspekt Security werden Methoden entwickelt, um das Verhalten bzw. die Entscheidungen von komplexen Softwaresystemen wie z.B. von KI-Systemen sichtbar zu machen und somit Aussagen über den Sicherheitszustand zu ermöglichen.
Mehr Infos unter https://cyberprotect-bw.de/

Beschreibung RoboShield:

Im Projekt RoboShield entstehen Entwicklungsprozesse und -werkzeuge, die  speziell kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) in Baden-Württemberg bei der Implementierung sicherer Module, Systeme und Anwendungen unterstützen. Außerdem bietet RoboShield Schulungs- und Informationsmaterial zu den relevanten Normen.  Dabei werden alle drei Aspekte der Sicherheit betrachtet, mit einem  Fokus auf dem Teilgebiet der Safety.

Mehr Infos unter https://www.roboshield-bw.de/

 

Am Abend besteht die Möglichkeit an der Veranstaltung Alice und Bob im Wunderland IT-Sicherheit teilzunehmen.

Mehr Informationen über diese Veranstaltung finden Sie hier. (Kostenloser Transfer vom FZI zum Veranstaltungsort)

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Dies ist der Terminhinweis zur Veranstaltung am Vormittag zwischen 9:00 und 13:00 Uhr. Sollte Ihnen nachmittags besser passen, so melden Sie sich bitte über diese Seite an: https://www.fzi.de/aktuelles/termine/detail/artikel/2ter-open-lab-day-von-cyberprotect-und-roboshield-nachmittag/