15.06.2015

Prof. Sören Hohmann und Dr. Oliver Raabe schärfen das Kompetenzprofil des FZI

Prof. Dr.-Ing. Sören Hohmann bringt seine Expertise im Bereich kooperativer Regelungssysteme aus der Automobilindustrie ein / Dr. iur. Oliver Raabe erweitert die IT-Sicherheitsforschung um Aspekte der Rechtsinformatik / Die neuen Direktoren verstärken die FZI-Forschung im Bereich Sicherheit, Energie, Industrie 4.0 und Mobilität / Somit engagieren sich am FZI nun 22 Direktoren und eine Direktorin für die interdisziplinäre Informatik-Anwendungsforschung.

Neu als Direktoren am FZI: Prof. Dr.-Ing. Sören Hohmann (o.) und Dr. iur. Oliver Raabe (u.)
Neu als Direktoren am FZI: Prof. Dr.-Ing. Sören Hohmann (o.) und Dr. iur. Oliver Raabe (u.)

Karlsruhe, 15.06.2015 – Mit Prof. Dr.-Ing. Sören Hohmann und Dr. iur. Oliver Raabe hat das FZI Forschungszentrum Informatik zwei neue Direktoren gewonnen. Sören Hohmann ist Leiter des Instituts für Regelungs- und Steuerungssysteme (IRS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Oliver Raabe leitet am Zentrum für Angewandte Rechtswissenschaft (ZAR) des KIT die Forschungsgruppe „Informationsrecht für technische Systeme und Rechtsinformatik“.

Dazu FZI-Vorstandssprecher Prof. Dr. Ralf Reussner: „Mit den neuen Direktorenkollegen ist das FZI bestens gerüstet, wichtige Zukunftsthemen wie Sicherheit, Mobilität, Energie und Industrie 4.0 in ihrer Vielfalt systematisch anzugehen, um der Wirtschaft praktische Anwendungslösungen bereitstellen zu können.“ Bundesweit einmalig wird die wissenschaftliche Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am FZI durch 23 Direktoren geleitet.

Seit 01. März 2015 wird der FZI-Forschungsbereich Embedded Systems and Sensors Engineering (ESS) durch Prof. Dr.-Ing. Sören Hohmann verstärkt. Der Leiter des Instituts für Regelungs- und Steuerungssysteme (IRS) des KIT bringt als Direktor großes Fachwissen zu informationstechnischer Regelungs- und Steuerungstechnik ein. Am FZI will er insbesondere die enge Verzahnung von Informatik mit Regelungs- und Steuerungstechnik voranbringen. Nach seiner Promotion im Jahr 2002 war Sören Hohmann in verschiedenen leitenden Tätigkeiten beim Automobilbauer BMW beschäftigt, u.a. war er verantwortlich für die Vorausentwicklung Bremssysteme und Fahrerassistenzsysteme sowie für die Voraus- und Serienent-wicklung integrierter Fahrdynamikregelungen und Sensoren. Ende 2009 folgte er dem Ruf auf die Professur für Regelungs- und Steuerungssysteme am KIT und leitet seitdem das IRS. Das Institut erforscht neue Regelungs- und Steuerungsmethoden, die in verschiedenen Gebieten angewendet werden. Seine Erfahrung aus seiner Tätigkeit in der Industrie und Lehre bringt er nun als Direktor in die industrienahe Forschungseinrichtung FZI ein.

„Zentrale Schwerpunkte meiner Forschung bilden kooperative Regelungssysteme, also neue Konzepte für Systeme, bei denen formale Garantien abgegeben werden müssen wie z. B. beim Nachweis der funktionalen Sicherheit sowie Methoden für sogenannte fraktionale Systeme, die in neuen Anwendungsdomänen der Energietechnik hoch relevant sind. Die Anwendungsfelder sind vielfältig: Sie liegen im Bereich der Fahrerassistenz, im Bereich von Industrie 4.0 sowie im Bereich der alternativen Energiesysteme“, erklärt Professor Hohmann.

Dr. iur. Oliver Raabe ist seit dem 1. Mai 2015 Direktor im Forschungsbereich Software Engineering (SE). Am KIT hat er ab 2005 die Forschungsgruppe „Informationsrecht für technische Systeme und Rechtsinformatik“ am ZAR aufgebaut, die er seither leitet. Bevor er diese Aufgabe übernahm, hatte er sich schon fünf Jahre mit der juristischen Bewertung komplexer IKT-Infrastrukturen befasst. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen im IT-Sicherheits-, Datenschutz- und Beweisrecht in verteilten Infrastrukturen für Anwendungsfelder wie Energie und Telemedienrecht. Daneben befasst er sich mit der technischen Modellierung von Rechtsnormen und -prinzipien. Im Kompetenzzentrum für angewandte Sicherheitstechnologie (KASTEL) stehen Smart Home sowie die Modellierung sicherer Systeme und Sicherheitsgarantien auf seiner Agenda.

Zu seinen Zielen am FZI zählt der Jurist einerseits die Fortentwicklung von Methoden und Werkzeugen zur automatisierten Unterstützung der Sicherung von Rechtskonformität bei der Geschäftsprozess- und Softwareentwicklung. Andererseits stehen für ihn aber auch die Projektbegleitung sowie Politik- und Regulierungsberatung insbesondere im Hinblick auf IT-Sicherheit und Datenschutz in allen Anwendungsfeldern komplexer IKT-Infrastrukturen im Fokus.

Vorstand Prof. Dr. Ralf Reussner betont: "Heutzutage ist es wichtiger denn je, auch die rechtskonforme Seite der IKT-Herausforderungen bei Konzeption und Planung mit zu beachten. Daher freuen wir uns, mit Dr. Raabe einen Experten für Rechtsinformatik als neuen Direktor gewonnen zu haben, der zum einen in die von uns geleitete Smart-Data-Begleitforschung des BMWi seine Expertise einbringt und zum anderen beim Aufbau des Kompetenzzentrums für IT-Sicherheit eine wertvolle Unterstützung sein wird."

Die Portraitfotos stehen in Web- und Printauflösung unterhalb dieser Meldung für redaktionelle Zwecke zum Download bereit.

Über das FZI Forschungszentrum Informatik

Das FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie ist eine gemeinnützige Einrichtung für Informatik-Anwendungsforschung und Technologietransfer. Es bringt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Informationstechnologie in Unternehmen und öffentliche Einrichtungen und qualifiziert junge Menschen für eine akademische und wirtschaftliche Karriere oder den Sprung in die Selbstständigkeit. Geführt von Professoren verschiedener Fakultäten entwickeln die Forschungsgruppen am FZI interdisziplinär für ihre Auftraggeber Konzepte, Software-, Hardware- und Systemlösungen und setzen die gefundenen Lösungen prototypisch um. Mit dem FZI House of Living Labs steht eine einzigartige Forschungsumgebung für die Anwendungsforschung bereit. Alle Bereiche des FZI sind nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Hauptsitz ist Karlsruhe. Das FZI ist mit einer Außenstelle in Berlin vertreten.

Weitere Informationen

Johanna Häs, FZI Corporate Communications and Media
FZI Forschungszentrum Informatik
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