04.12.2020

Projekt C/sells im Förderprogramm SINTEG: „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ geht erfolgreich zu Ende

Nach vier Jahren intensiver Arbeit des FZI Forschungszentrum Informatik zusammen mit 56 Partnern aus Wissenschaft, Industrie und Netzbetrieb geht das Projekt C/sells als großflächiges Schaufenster im Solarbogen Süddeutschland erfolgreich zu Ende.

Am C/sells-Ministerdialog mitfestlichem C/sells-Abschluss-Symposium werden die Ergebnisse mit politischen Entscheidungsträgern geteilt und das Erreichte reflektiert. Der C/sells-Ministerdialog mit C/sells Abschluss-Symposium finden am Dienstag, 15. Dez. 2020 von 09:00 bis 22:00 kostenlos und virtuell statt und steht allen Interessierten offen.

Innerhalb des durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projektes wurden drei Eigenschaften zukünftiger Energienetze Zellularität, Partizipation und Vielfältigkeit untersucht und praktisch erprobt. Das FZI Forschungszentrum Informatik leistete hierzu in neun Arbeitspaketen einen wesentlichen Beitrag, indem es zum Themenblock Partizipation intrinsische und extrinsische Anreizstrukturen für produzierende Unternehmen und Elektrofahrzeugnutzer konzipierte und mit Blick auf das Potential zur Mobilisierung der individuellen Lastflexibilität evaluierte. Darüber hinaus wurden Mehrwertdienste für Prosumenten und Nutzer von Elektromobilität entwickelt, die auf neu entwickelten Prognosen marginaler Emissionsfaktoren und der Flexibilität von Ladeprozessen basieren.

Zudem leitete das FZI Forschungszentrum Informatik ein vielfältiges Arbeitspaket „Energiemanagement in Liegenschaften der Prosumenten“ mit 16 Partnern. Im Vordergrund stand dabei die Entwicklung eines intelligenten und zellenübergreifenden Zusammenschlusses von individuellen Gebäudeenergiemanagementsystemen. Um die Vermarktung von Flexibilität einzelner Anlagen und von Zellverbünden zu ermöglichen, unterstützte das FZI Forschungszentrum Informatik die Entwicklung intelligenter, regionalisierter Märkte, die Engpässe im Stromnetz verhindern sollen. Diese Flexibilitätsplattformen wurden von TenneT TSO GmbH, Forschungsstelle für Energiewirtschaft eV, Universtät Kassel und EAM Netz GmbH Peckelsheim auch praktisch erprobt.

Praktisch beteiligte sich das FZI Forschungszentrum Informatik auch an zwei der insgesamt 35 Demonstrationszellen. So wurden im FZI House of Living Labs (HoLL) Verfahren des Energiemanagements und der effizienten Marktintegration von Gebäude und Liegenschaften unter anderem auf Basis intelligenter Messsysteme mit Smart-Meter-Gateways entwickelt, prototypisch umgesetzt und im Betrieb evaluiert. Zudem wurden die Projektpartner MVV Energie AG in der Zelle Wärmeflexibilität Mannheim bei der Entwicklung eines smarten Quartiers unterstützt. Darüber hinaus wurde zusammen mit dem KIT ein Verbund bestehend aus zwei echten und 54 simulierten intelligenten Gebäuden aufgebaut, um den Betrieb eines solchen Verbundes zu demonstrieren.

Neben den Demonstrationszellen und dem gewonnen Wissen, bleibt auch ein weitreichendes Netzwerk, welches durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit entstanden ist, und unter der Domain wirsinteg.de weiter gepflegt wird.