27.05.2016

Umweltministerium fördert Smart-Grid-Projekt unter Leitung des FZI

Staatssekretär Andre Baumann hat am 23.05. in Stuttgart zwei Förderbescheide für zukunftsweisende Projekte aus dem Bereich Smart-Grids überreicht, eines davon unter der Konsortialführung des FZI. Beide Smart-Grids-Projekte werden insgesamt mit über 700.000 Euro vom Umweltministerium gefördert.

Quelle: https://www.facebook.com/Dr.Andre.Baumann/posts/10204893435735405
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Über 352.000 Euro erhält ein Konsortium von sieben Partnern unter Führung des FZI Forschungszentrum Informatik am KIT in Karlsruhe für das Projekt „DSM-Plattform BW“. Das Ziel des Vorhabens ist die Konzeption und prototypische Umsetzung einer Online-Plattform, die die Potenziale einer gesteuerten Stromnachfrage (sogenannte Laststeuerung oder Demand-Side-Management, DSM) in Baden-Württemberg in hoher regionaler und zeitlicher Auflösung erfassen und darstellen kann.

Das Projekt hilft teilnehmenden Unternehmen, ihr DSM-Potenzial realistisch einzuschätzen und dieses über die Plattform transparent darzustellen. Energiedienstleister können diese vorhandene Flexibilität dann im Prozess des Ausgleichs von Angebot und Nachfrage im Stromversorgungssystem nutzen. Die Plattform stärkt durch ihre Ausrichtung auf Akteure in Baden-Württemberg die regionale DSM-Vermarktung. Das Projekt untersucht auch grundsätzliche Strategien für die Vergütung und Abrechnung der bereit gestellten Flexibilitäten. Die so gewonnenen regionalen Erkenntnisse können flächendeckend die Nutzung von DSM in ganz Deutschland fördern.

Projektpartner sind der Flughafen Stuttgart, das Fraunhofer IAO, IER Uni Stuttgart sowie der innBW-Partner des FZI, das ZSW Baden-Württemberg, sowie die Altran GmbH & Co. KG und die IDS GmbH.

Staatssekretär Andre Baumann sagte bei der Übergabe: „Die Projekte werden uns wertvolle Informationen darüber liefern, welche Ideen technisch umsetzbar sind und welche Geschäftsmodelle sich rechnen. Damit baut das Land seine führende Rolle im Bereich der Intelligenten Netze weiter aus.“

Die Energieversorgung der Zukunft benötige intelligente Netze, so Baumann weiter. Die Landesregierung fördere daher Projekte, die auf der Ebene der Verteilnetze dazu beitragen, Angebot und Nachfrage besser aufeinander abzustimmen sowie Erzeugungsanlagen, Speicher und Verbraucher mittels moderner Informations- und Kommunikationstechniken intelligent miteinander zu vernetzen. 

Quelle: Presseinformation des Umweltministeriums BW vom 23.05.2016