30.11.2012

Team um FZI-Projekt Stroke Angel gewinnt Karl Storz Telemedizinpreis

Am 25. Oktober wurde in Berlin im Rahmen des 3. Nationalen Fachkongresses Telemedizin der Karl Storz Telemedizinpreis 2012 an das Stroke-Angel-Team des FZI sowie das Tele-Ophthalmologische Institut Erlangen verliehen. Der Preis wird jährlich von der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin, kurz DG-Telemed, und dem Unternehmen Karl Storz GmbH & Co.KG ausgeschrieben und ist mit 5.000 € dotiert, sodass beide Presiträger jeweils 2.500 € erhalten.

Logo Stroke Angel

Die DG Telemed entschied sich in diesem Jahr, den Preis an zwei Projekte zu vergeben und begründet ihre Entscheidung für die Preisträger damit, dass beide Projekte für eine Anwendung im Regelbetrieb geeignet sind und einen nachhaltigen Nutzen sowohl für die Medizin als auch für den Patienten erkennen lassen.

Das FZI-Projekt Stroke Angel habe einen präklinischen Aspekt bei einer der wesentlichen zeitabhängigen Erkrankungen als Projektziel, während das Tele-Augenkonsil Telemedizin des Tele-Ophthalmologische Institut Erlangen medizinische Prozesse zwischen stationären und ambulant tätigen Akteuren unterstütze, so die DG Telemed.

Mit dem Karl Storz Telemedizinpreis möchte die DG Telemd und die Karl Storz GmbH & Co.KG, die den Preis finanziert, Anreize zum fortschrittlichen Erfindergeist schaffen. Seinen Namen verdankt der Preis daher auch Dr. med. h. c. Karl Storz (1911 - 1996), ein Erfinder und Pionier im Bereich der Endoskopie.

Das Stroke-Angel-Projekt

Mit dem Projekt Stroke Angel soll die schnelle und kompetente Versorgung von Schlaganfall-Patienten gesichert werden. Im Rahmen des Projekts kommen moderne technische Entwicklungen, wie beispielsweise PDA-Geräte, zum Einsatz. Eine spezielle Software ermöglicht es dem Rettungsassistenten bereits am Notfallort, wichtige Informationen über den Patienten in das Gerät einzugeben und diese dann per Funkverbindung an das Zielkrankenhaus zu übermitteln. So kann sich das Ärzteteam im Krankenhaus bereits vor dem Eintreffen des Rettungswagens auf den Patienten vorbereiten.

Der FZI-Forschungsbereich IPE übernimmt im Projekt die Dokumentation und anschließende Datenauswertung des Projektverlaufs. Dadurch soll der Nutzen und die Übertragbarkeit dieses Systems auf andere Gebiete überprüft werden.

Weitere Kooperationspartner sind das Bayerische Rotes Kreuz, die DRF Deutsche Rettungsflugwacht, die Herz- und Gefäßklinik Bad Neustadt, der Malteser Hilfsdienst, medDV, die Neurologische Klinik Bad Neustadt, die Rettungsleitstelle Schweinfurt und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Außerdem unterstützen die beiden Pharmaunternehmen Boehringer-Ingelheim und Sanofi-Aventis bei der Finanzierung von Fortbildungsveranstaltungen und der Bereitstellung von Informationsmaterial.