AVARE

AVARE steht für „Anwendung zur Verteilung und Auswahl rechtskonformer Datenschutzeinstellungen“. Organisationen und Privatpersonen sind permanent online, was zu verstärkter Preisgabe personenbezogener Daten führt. Bürgerinnen und Bürger können den Schutz ihrer Daten nur schwer durchsetzen und es wird immer schwerer nachzuvollziehen, wo und durch wen die eigenen Daten verwendet werden. Um die digitale Souveränität der Bürger/innen in diesem Kontext zu stärken, haben Wissenschaftler/innen des FZI zusammen mit Informatikern und Juristen am KIT den Prototyp Privacy-AVARE entwickelt. Die Prinzipien hinter AVARE wie bspw. horizontale und vertikale Datenfilter (bspw. bei Adressdaten) und das Erzeugen von Unschärfe (bspw. bei Positionsdaten) zeigen auf wie Selbstdatenschutz so funktionieren kann, dass bestehende Anwendungen (wie bspw. Messenger mit großen Netzwerken) weiter genutzt werden können. Das Projekt zeigt aber auch die Grenzen dieses Ansatzes (bspw. keine Schutzmöglichkeit für die übertragenen Kommunikationsinhalte).


GPU Voxels

Die GPU-Voxels Bibliothek erlaubt es, Kollisionen zwischen geometrischen Modellen und 3D-Sensordaten sehr effizient zu erkennen. Kollisionserkennung bildet die Grundlage für zwei essentielle Problemstellungen in der Robotik: die Planung von Roboterbewegungen sowie die Ausführungsüberwachung von Bewegungen innerhalb dynamischer Umgebungen.

Dafür enthält die entwickelte Bibliothek Algorithmen und Datenstrukturen, die auf eine hochparallele Verarbeitung mittels Graphikprozessoren ausgelegt sind: einen Last-balancierten Octree, Voxel-Maps und Voxel-Listen sowie zugehörige Algorithmen, um diese Datenstrukturen miteinander zu schneiden. Weiterhin ist eine Shared-Memory-Visualisierung enthalten, um alle Daten in Echtzeit verfolgen zu können. 

NIKI 4.0

Die Vernetzung von Maschinen und der Datenaustausch innerhalb der Produktion aber auch mit anderen Bereichen der Wertschöpfungskette ist ein zentraler Bestandteil von Industrie 4.0. Für viele kleine und mittelständische Unternehmen ist der konkrete Nutzen, den sie aus einer Vernetzung ziehen können, noch unklar und nicht greifbar. Dies führt gerade beim Mittelstand zu einer vorsichtigen Zurückhaltung bei der Umsetzung von Industrie 4.0, da hiermit meist auch hohe Investitions- oder Umrüstkosten verknüpft sind. Das Projekt "Nicht-disruptives Kit für die Evaluation von Industrie 4.0" (kurz NIKI 4.0) ermöglicht es KMU ihre existierenden Produktionsanlagen durch nicht-disruptive Ad-Hoc-Sensorik und Informationskoppler einfach und kostengünstig zu erweitern. Dabei werden vom FZI auch nicht-disruptive Prozessinnovationen und die intelligente Anzeige von Informationen mittels AR betrachtet.

Das Projekt wurde im Rahmen des Programms Industrie 4.0 der Baden-Württemberg Stiftung GmbH finanziert. Projektpartner sind neben dem FZI das Hahn-Schickard-Institut für Mikroaufbautechnik, das Hahn-Schickard-Institut für Mikro- und Informationstechnik (Konsortialführer) und die Hochschule Offenburg.


Open Source SVH-Hand-Treiber

SCHUNK 5-Finger-Hand

Im Auftrag der Firma SCHUNK GmbH & Co. KG wurde am FZI ein OpenSource ROS-Treiber für die SVH Fünf-Finger-Hand entwickelt.

Das Paket beinhaltet neben dem Low-Level-Treiber auch ein komfortables High-Level-Steuerungsinterface der Hand. Des weiteren sind ein detailliertes 3D-Modell zur Greifplanung, Initialisierungsroutinen sowie umfangreiche Parametrierungsmöglichkeiten der Hardware Controller enthalten.

Das Paket wird in Zukunft durch das FZI gewartet und mit Hilfe der ROS Community weiterentwickelt.

 


Open-Source-AAL-Middleware

Das universAAL-Framework stellt eine Referenzarchitektur und -implementierung für AAL-Middlewares. Zahlreiche Methoden und Werkzeuge unterstützen die verschiedenen beteiligten Rollen bei der Entwicklung, Installation, Konfiguration und Wartung von AAL-Produkten. Die Referenzimplementierung der AAL-Middleware wurde in acht Living Labs in Europa getestet und in im Zuge des Projektes ReAAL (http://www.cip-reaal.eu/home/) in 7000 Haushalten installiert.  


Wissen weitergeben: Open Source-Quellcode

Als Forschungseinrichtung für Technologietransfer geben wir unser Wissen weiter, wenn wir im Rahmen der Projektbestimmungen offenen Quellcode entwickeln. Hier finden Sie eine Übersicht über die im Rahmen von FZI-Projekten entstandenen Veröffentlichungen von Open Source-Quellcode.

Die Lizenzbedingungen entnehmen Sie der jeweils geltenden Beschreibung bei GitHub.