C/sells

Leitidee C/cells
Leitidee C/cells

Mit C/sells soll, bildhaft gesprochen, ein am Sonnenlauf von Bayern im Osten über Baden-Württemberg bis nach Hessen im Nordwesten orientiertes, zellulär strukturiertes Energiesystem entstehen – der Ost-West-Solarbogen. Energiebereitstellung, -nutzung, -verteilung, -speicherung und weitere Infrastrukturdienstleistungen werden innerhalb der einzelnen Zellen, z.B. Liegenschaften, Quartiere und Städte, nach dem Subsidiaritätsprinzip möglichst weitgehend autonom optimiert. Die Vernetzung der Zellen zu einem Verbund erlaubt darüber hinaus gemeinschaftliches Handeln für eine sichere und robuste Energieinfrastruktur. Hierbei wird ein Infrastruktur-Informationssystem den Austausch von Energie auf lokaler und regionaler Ebene befördern. Um dem Namen des Projektes gerecht zu werden, sollen zum einen technische Lösungen („cells“) entwickelt werden. Zum anderen sollen den Bürgern über die Teilnahme an der Energiewende auch neue wirtschaftliche Chancen eröffnet werden („sells“). Durch Partizipation wird so die Akzeptanz für die Energiewende weiter erhöht und eine Einladung zum Mitmachen ausgesprochen. Quasi als DNA des zukünftigen Energiesystems sind zwölf Kernprozesse definiert, mit denen Rollen und Zusammenwirken der traditionellen Energiewirtschaft sowie der Prosumenten in Markt und Netz organisiert werden. Schon heute gibt es in Süddeutschland über 760.000 Prosumenten, die Strom nicht nur verbrauchen, sondern auch selbst erzeugen. Die vielfältige Akteursstruktur, die alle Wertschöpfungsstufen des zellulären Energiesystems umfasst, bietet ideale Voraussetzungen, um neue Kooperationsmodelle zu entwickeln und umzusetzen. Mit C/sells wird ein fließender Übergang von der Demonstration bis zum Massenmarkt ermöglicht.

Das FZI leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag, indem es intrinsische und extrinsische Anreizstrukturen für produzierende Unternehmen und Elektrofahrzeugnutzer konzipiert und mit Blick auf das Potential zur Mobilisierung der individuellen Lastflexibilität evaluiert.

Im Vordergrund weiterer Forschungsarbeiten steht die Entwicklung eines intelligenten und zellenübergreifenden Zusammenschlusses von individuellen Gebäudeenergiemanagementsystemen. Um die Vermarktung von Flexibilität zu ermöglichen, konzipiert das FZI intelligente, regionalisierte Märkte, die Engpässe im Stromnetz verhindern sollen.

Über konzeptionelle Arbeiten hinaus werden im FZI House of Living Labs (HoLL) Verfahren des Energiemanagements und der effizienten Marktintegration gewerblicher Liegenschaften entwickelt und im realen Betrieb evaluiert. Das FZI unterstützt zudem die Projektpartner in der Zelle „Wärmeflexibilität Mannheim“ durch die Weiterentwicklung von Algorithmen zur Nutzung von Flexibilitätsoptionen in Wärmenetzen.

Ansprechpartner

Julian Huber

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Telefon: +49 721 9654-817
E-Mail: julian.huber@dont-want-spam.fzi.de

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