10.07.2014

Intelligentes Energiemanagement für Wärme- und Stromversorgung

Im Verbundprojekt "Sol2Heat – Demand Side Management im Smart Grid unter Berücksichtigung thermischer Komponenten" entwickeln FZI-Wissenschaftler ein integriertes Energiemanagement, welches es durch Wärmespeicherung in Gebäuden ermöglicht, einen hohen Anteil an regenerativen Energiequellen im Energiesystem zu nutzen.

Visualisierung des Konzepts: Zeitvariable Stromtarife, lokale Stromerzeugung, Wärmepumpen und Wärmespeicherung sind über eine intelligente Regelung verbunden. (Grafik: fbta des KIT)
Visualisierung des Konzepts: Zeitvariable Stromtarife, lokale Stromerzeugung, Wärmepumpen und Wärmespeicherung sind über eine intelligente Regelung verbunden. (Grafik: fbta des KIT)

Das im Projekt Sol2Heat entwickelte integrierte Energiemanagement nutzt thermische Speicher einschließlich der Masse des Gebäudes aus, bezieht neben der Wärmepumpe und der Photovoltaik- oder PV/T-Anlage auch Haushaltgeräte ein und berücksichtigt Anreize der Energieversorger, wie beispielsweise zeitlich variable Stromtarife.

Der Einsatz von Information- und Kommunikationstechnologien birgt großes Potential, die fluktuierende Energiebereitstellung durch erneuerbare Energiequellen zu bewältigen. Im Rahmen des Projekts Sol2Heat liegt der Fokus der FZI-Wissenschaftler auf der Entwicklung von Algorithmen zur Lastflexibilisierung durch die gemeinsame Koordination von thermischen und elektrischen Energieflüssen.

Ziel ist, den Solaranteil in der Energieversorgung des Gebäudes zu maximieren, Betriebskosten zu minimieren und das Netz zu entlasten. Die intelligente Kombination verschiedener Technologien kommt damit nicht nur der Energieversorgung eines einzelnen Gebäudes, sondern auch der Einbindung in das gesamte, von erneuerbaren Energien bestimmte Energiesystem zugute.

Partner in „Sol2Heat“ sind neben dem FZI das fbta des KIT als Projektkoordinator, der Heizsystemhersteller Consolar und das Ingenieurbüro Bickele & Bühler.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Eine Presseinformation des Projektkoordinators zum Projekt finden Sie unter http://www.kit.edu/kit/pi_2014_15401.php