15.09.2020

Treffen im FZI: BSI und Baden-Württemberg vertiefen Zusammenarbeit

Cyber-Angriffe auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die mögliche Beeinflussung von Landtagswahlen durch Cyber-Angriffe und Fake News sowie die Veränderung der Cyber-Sicherheitslage durch Covid19: Das waren die Themen, zu denen sich BSI-Präsident Arne Schönbohm heute bei einem Treffen im FZI Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe mit Stefan Krebs ausgetauscht hat, dem Beauftragten der Landesregierung für Informationstechnologie Baden-Württemberg.

Bild: FZI Forschungszentrum Informatik

BSI-Präsident Arne Schönbohm erklärt dazu: „Die Corona-Pandemie hat der Digitalisierung in Deutschland einen erheblichen Vorschub geleistet und gezeigt, dass funktionierende und sichere Informationstechnologie zur Lebensader der modernen Gesellschaft geworden ist. Dieses Niveau gilt es nun zu halten und auszubauen. Als Cyber-Sicherheitsbehörde des Bundes tauschen wir uns daher auch mit den Ländern intensiv aus. Die enge Kooperation zwischen dem Land Baden-Württemberg und dem BSI zeigt, dass eine sichere Gestaltung der Digitalisierung in Deutschland möglich ist. Wenn alle dabei an einem Strang ziehen, wie das hier geschieht, dann können wir das Cyber-Sicherheitsniveau in Bund, Ländern und Kommunen, aber auch in der Wirtschaft weiter erhöhen und der dynamischen Gefährdungslage auf Augenhöhe begegnen.“

„Dass der BSI-Präsident Arne Schönbohm zu uns nach Karlsruhe kommt, zeigt wie eng, konstruktiv und vertrauensvoll die Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und dem BSI in den letzten Jahren geworden ist“, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Digitalisierungsminister Thomas Strobl anlässlich des Treffens: „Zusammen wollen wir die Cyber-Sicherheit voranbringen, gerade auch der kleinen und mittelständischen Unternehmen. Am FZI in Karlsruhe sitzt eines der Leuchtturmprojekte unserer Digitalisierungsstrategie: die Cyberwehr. Seit Kurzem können nun KMU, aber auch der Gesundheitsbereich, Handwerker, Selbstständige aus dem ganzen Land bei einem Cyberangriff auf Hilfe durch die Cyberwehr bauen. Wir freuen uns sehr über das Interesse des BSI an unserem Pilotprojekt. Der landesweite Rollout der Cyberwehr ist ein Mosaikstein mehr in der Cybersicherheitsstrategie der Landesregierung und eine weitere hervorragende Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit dem BSI.“

Stefan Krebs, der Beauftragte der Landesregierung für Informationstechnologie, betonte: „Der Besuch des BSI-Präsidenten ist ein wichtiges Signal für den IT-Sicherheitsstandort Karlsruhe. Das IT-Cluster hat sich zu einem führenden Ökosystem mit enormen Potential entwickelt. Mit Spitzen-Forschungseinrichtungen wie dem Kompetenzzentrum für Angewandte Sicherheitstechnologie KASTEL sowie Netzwerken wie dem CyberForum e. V. und dem Digitalen Innovationszentrum unterstützt Karlsruhe Unternehmen und Gesellschaft bei der Digitalen Transformation und sorgt dafür, dass wir auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben. Wir merken deutlich, dass auch in Baden-Württemberg die Digitalisierung durch die Corona-Pandemie einen enormen Schub erfahren hat, sei es in der Freizeit, bei Behördengängen oder durch die verstärkte Nutzung von Home-Office. Das gilt auch für die Landesverwaltung. Es ist daher essentiell, dass unsere Sicherheitsmaßnahmen auf dem neuesten Stand sind und wir uns eng mit unseren Partnern im BSI abstimmen.“

Pressemitteilung verfügbar unter: https://www.bsi.bund.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Presse2020/BaWue-CIO_150920.html

Pressekontakt:

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Postfach 200363
53133 Bonn
Telefon: +49 228 99 9582-5777
Telefax: +49 228 99 9582-5455
E-Mail: presse@dont-want-spam.bsi.bund.de