HoLL-Therm

Um die Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten ist es notwendig, dass zu jeder Zeit die gleiche Menge Energie eingespeist wie entnommen wird. In der Vergangenheit wurde dies gewährleistet, in dem große konventionelle Kraftwerke die Energieerzeugung an den Bedarf angepasst haben. Im Zuge der Energiewende wird es notwendig sein, dass ein Teil dieser Flexibilität von Verbrauchern bereitgestellt wird.

Im Rahmen des Projekts HoLL-Therm wird am FZI abteilungs- und bereichsübergreifend anhand des FZI House of Living Labs untersucht, inwiefern Gebäude mit ihrer thermischen Speicherkapazität und Trägheit genutzt werden können, um elektrische Flexibilität bereit zu stellen. Dies ermöglicht es, Energieverbräuche möglichst netzdienlich sowie effizient zu steuern. Dazu wird eine Datenplattform entwickelt, mit welcher eine große Anzahl von Sensoren und Aktoren eingebunden und angesteuert werden kann. Aufbauend auf dieser Plattform werden innovative Ansätze zur Visualisierung mit Virtual-Reality-Verfahren erforscht, sowie Stream-Processing-Methoden angewandt. Dies ermöglicht die Entwicklung und Untersuchung fortgeschrittener Methoden des Energie- und Gebäudemanagements, wie beispielsweise die Einbindung von thermischen Gebäudemodellen, Predictive-Maintenance-Verfahren sowie Strategien zur automatisierten Überwachung von Energieflüssen. Im Zuge des Projekts werden auch Möglichkeiten zur Einbindung bereits verbauter Hardwarekomponenten untersucht, sowie Möglichkeiten zum Einsatz eines Service-Roboters als Nachtwächter, zum Beispiel zum automatisierten Schließen von Fenstern, erforscht.

Kontakt

Dr.-Ing. Fabian Rigoll

Bereichsleiter

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Career

Fabian Rigoll studierte von 2006 bis 2011 Wirtschaftsingenieurwesen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Er schloss sein Studium im Jahr 2011 als Diplom-Wirtschaftsingenieur ab.

In den Jahren 2012 bis 2016 arbeitete Fabian Rigoll als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) des KIT. In dieser Zeit beschäftigte er sich im Rahmen nationaler und internationaler Forschungsprojekte mit dem Themenkomplex der Energieinformatik. Der Fokus lag hierbei insbesondere auf dem Management von Energiedaten und den damit verbundenen Auswirkungen auf Privatsphäre und Datenschutz. Er promovierte am KIT zum Dr.-Ing. mit dem Thema "Nutzerorientiertes Energiedatenmanagement".

Seit 2017 ist Fabian Rigoll am FZI Forschungszentrum Informatik tätig. Zunächst leitete er die Abteilung für Intelligente Information und Kommunikation in Technischen Systemen (IIK) des Forschungsbereiches Intelligent Systems and Production Engineering (ISPE). Seit Oktober 2018 leitet er gemeinsam mit Dr.-Ing. Dominik Riemer den Forschungsbereich Information Process Engineering (IPE).

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Phone: +49 721 9654-552
E-Mail: rigoll@dont-want-spam.fzi.de

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