Was unterscheidet gute von schlechter Kooperation? Ein psychologisches Modell zur Beratung von interorganisationalen Kooperationen und Netzwerken

Resource type
Book
Author(s)
Dregger, A.
Year
in press
Publisher
Springer Gabler
Book title
Praxis des Kooperationsmanagements
Abstract
Zusammenfassung Kooperationen zwischen Organisationen der unterschiedlichsten Form nehmen zu und sind im Angesicht von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz oder autonomen Fahren unabdingbar. Trotzdem scheitert eine Vielzahl solcher Kooperationen. Ein oftmals von den Kooperationspartnern vernachlässigter, aber zum Scheitern maßgeblich beitragender Faktor ist das Beziehungsmanagement. Ein Grund für diese Vernachlässigung könnte sein, dass es an einem praxisnahen Modell hierzu fehlt, das systematisch die Erkenntnisse aus der Psychologie, Soziologie, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften zusammenträgt und beschreibt, was „gute“ von „schlechter“ Kooperation unterscheidet. Der vorliegende Beitrag präsentiert ein solches interdisziplinäres, verhaltensbasiertes Modell, auf dessen Basis ein Fragebogentool entwickelt wurde. Zudem wird konkret gezeigt, wie Praktiker das Modell und den Fragebogen im Rahmen von Diagnostik, Evaluation und Beratung einsetzen können, um die Kooperationsbeziehung zu verbessern. Nutzen für den Leser Der Beitrag ist sowohl für Forscher als auch für Praktiker im Bereich Kooperationsmanagement sinnvoll. Er legt ein integratives, psychologisches Modell vor, um Kooperationsbeziehungen zu beschreiben. Das Modell basiert auf der Relational Contract Theory und erweitert den Ansatz um zahlreiche Aspekte (z.B. der Zusammenhang zwischen der Beziehung und dem Erfolg). Das Modell erlaubt ein vertieftes Verständnis solcher Beziehungen, wodurch diese gezielt verbessert werden können. Außerdem werden für Praktiker verschiedene Verwendungsmöglichkeiten aufgezeigt: Neben der Diagnose des Zustandes und der Evaluation der Veränderung einer Kooperationsbeziehung mithilfe des Fragebogentools kann das Modell genutzt werden, um Workshop-Übungen zu entwickeln. Zusätzlich wird erläutert, wie der Prozess der Partnerwahl und die Gestaltung von Verträgen auf Basis des Modells verändert werden müssen, um kooperativere Geschäftsbeziehungen von vornherein zu erzielen.
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Published by
Alexander Dregger