ROS – Komponentenbasierte Softwareentwicklung für die Robotik

Quelle: ROS.org

ROS – kurz für Robot Operating System ist ein modernes Software-Framework für die schnelle Entwicklung von Roboterkomponenten mit einem hohen Grad an Wiederverwendbarkeit. Das inzwischen weit verbreitete Framework kapselt Funktionalität in einzelnen Paketen, von denen es inzwischen von Treibern für die meiste Hardware bis hin zu oft verwendeten Roboter-Grundfähigkeiten eine große Vielzahl gibt. Mit der ROS-Industrial Initiative wird die Codebasis zudem auch zunehmend für den industriellen Einsatz professionalisiert.

Vorteile und Möglichkeiten von ROS

Die in C++ oder Python geschriebenen Funktionen sind in Paketen organisiert und werden in Form von einzelnen ROS Nodes ausgeführt. Über ein standardisiertes, jedoch leicht erweiterbares, Nachrichtenformat werden Daten zwischen den Nodes ausgetauscht. Diese Struktur bietet eine Vielzahl von Vorteilen:

  • Abstrahierte Schnittstellen ermöglichen einfachere Wiederverwendung
  • Transparente Netzwerkkommunikation erlaubt eine verteilte Ausführung
  • Die Publish-Subscribe Architektur vereinfacht die Integration komplexer Projekte

ROS bietet neben seinen strukturellen, Vorteilen aber vor allem auch eine umfangreiche Sammlung von Tools für die Entwicklung, Simulation, Integration, Debugging und Visualisierung von einfachen sowie komplexen Anwendungsfällen.ROS unterstützt Cross-Compiling und bietet viele Pakete bereits für eingebettete Systeme auf ARM Basis, wie etwa das Raspberry Pi, an. Das Open-Source-Framework wird durch eine Vielzahl von Entwicklern einer sehr aktiven Community stetig weiter entwickelt und bietet somit eine wertvolle Unterstützung für die Entwicklung anspruchsvoller Robotik Anwendungen.

 

ROS-Industrial

ROS-Industrial ist eine Initiative um den Einsatz von ROS weiter zu professionalisieren. Durch strenge Richtlinien an Codequalität, Dokumentation und Tests wird vor allem der Einsatz in industriellen Anlagen fokussiert, wodurch die Möglichkeiten in der Produktion vervielfacht werden. Für die zielgerichtete Entwicklung sind Entwickler, Forschungsinstitute und Anwender in internationalen Konsortien organisiert, welche Roadmaps festlegen, Funktionalitäten implementieren und ROS in der Produktion einsetzen. Das FZI ist Mitglied im ROS-Industrial Europe Konsortium und trägt mit eigenen Paketen auch aktiv zu der Weiterentwicklung bei.

Wir bieten…

Durch die langjährige Erfahrung im Einsatz für die Forschung und die Industrie sowie die Entwicklung eigener Pakete und Werkzeuge verfügt das FZI über eine große Expertise mit dem ROS Framework und kann in nahezu allen Bereichen bei der Entwicklung und dem Einsatz unterstützen. Insbesondere bieten wir:

  • Individuelle Beratung und Informationen zu Potentialen von ROS für Ihre Anwendung
  • Workshops und Schulungen zum Einsatz von ROS
  • Entwicklung von neuen ROS Paketen für Ihre Hardware oder Anwendung
  • Unterstützung und Entwicklung prototypischer Montage-, Logistik- und Kommissionier-Anwendungen mit ROS

Ausgewählte Anwendungen

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Arne Rönnau

Abteilungsleiter

mehr

Werdegang

Arne Rönnau studierte von 2002 bis 2008 Elektrotechnik und Informationstechnik an der Universität Karlsruhe (TH). Die Schwerpunkte des Studiums lagen in den Bereichen der Regelungs- und Steuerungstechnik sowie Robotik. Seine Diplomarbeit befasste sich mit der Steuerung und 3D-Umweltmodellierung für den sechsbeinigen Laufroboter LAURON. Diese führte er in Kooperation mit der Technischen Universität Karlsruhe in der Abteilung Interaktive Diagnose- und Servicesysteme (IDS) am Forschungszentrum Informatik (FZI) durch. Seit November 2008 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung IDS und arbeitet an der Optimierung von technischen Laufvorgängen (Laufroboter LAURON), 3D-Datenerfasssung und Umweltmodellierung sowie der Entwicklung innovativer Serviceroboter.

Seit April 2011 leitet er die Abteilung Interaktive Diagnose- und Servicesysteme (IDS).

Publikationen

Weitere Veröffentlichungen sind in meinem Google Scholar Profil zu finden.

zu den Publikationen

Kontakt

Telefon: +49 721 9654-228
Fax: +49 721 9654-229
E-Mail: roennau@dont-want-spam.fzi.de

weniger