Sensorium 4.0

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, ein universell anwendbares, modulares Ortungs- und Interaktionssystem zu entwickeln, um Virtual Reality (VR) und Augmented-Reality (AR)-basierte Anwendungen zu unterstützen. Dieses soll hohen Ansprüche an Latenz, Präzision und Zuverlässigkeit gerecht werden. Gleichzeitig muss die Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems und die Möglichkeit zur stetigen Nachrüstbarkeit neuer Technologien sichergestellt werden. Mögliche Einsatzorte sollen Hallen, sowie auch offenes Gelände sein.

Die zu diesem Zweck erfassten Lokalisierungs- und Umgebungsdaten dienen der Steuerung von kontextsensitiven Events in der Realität als auch in VR und AR Umgebungen. Dabei wird nicht nur eine bis auf einige Zentimeter genaue Ortung von Objekten (z.B. Personen, Fahrzeuge, Robotikressourcen) durchgeführt, sondern ebenso die jeweilige Ausrichtung und Beschleunigung bestimmt.

Zudem sollen die über Sensor-Module erfassten Statusdaten, wie beispielsweise Vital-Parameter von Objekten in aufbereiteter Form in die Analyse einfließen und entsprechend an das Gesamtsystem weitergegeben werden. Die Herausforderung besteht darin, Sensor- und Trackingsysteme modular, in der Größe frei skalierbar zu gestalten und trotzdem die Verarbeitung aller Daten in Echtzeit zu gewährleisten.
Die primären Projektziele sind:

  • Konzept und Entwicklung von modular einsetzbaren und skalierbaren Sensorsets zur Bereitstellung von Tracking- und anderen Metadaten.
  • Entwicklung von Algorithmen zur intelligenten Datenaggregation und semantischen Analyse, sowie Infrastruktur zur latenzoptimierten Kommunikation.
  • Aufbau einer anwendungsfallspezifischen virtuellen Umgebung zur Interaktion mit mehreren Nutzern
Kommunikationsinfrastruktur im Kontext eines fahrzeugzentrischen Szenarios

Ansprechpartner

Matthias Jaenicke (M. Sc.)

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Werdegang

Matthias Jaenicke studierte Informatik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und schloss im September 2019 sein Masterstudium mit den Schwerpunkten Formale Softwareverifikation, Computergrafik und Geometrieverarbeitung ab. Seine Masterarbeit "Optimization of CNC-Tool-Paths via tessellated 3D-Scans" schrieb er in der Abteilung Prozess- und Datenmanagement im Ingenieurwesen (PDE) des FZI Forschungszentrum Informatik.

Seit dem Abschluss seines Studiums ist Matthias Jaenicke in der Abteilung PDE als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig.

Kontakt

Telefon: +49 721 9654-502
E-Mail: jaenicke@dont-want-spam.fzi.de

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