Archiv von SE-Projekten

Diese Seite dokumentiert frühere Projekte des Forschungsbereich Software Engineering. Aktuelle Projekte finden Sie unseren Forschungsfeldern zugeordnet.

Projekt BoatSim und OpDyMo

Visualisierung hydraulischer, hydrologischer und schifffahrtstechnischer Meß- und Modelldaten

Die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) ist das zentrale Institut der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes für die gesamte praktische und wissenschaftliche Versuchs- und Forschungsarbeit auf den Gebieten Wasserbau, Geotechnik und Bautechnik und betreibt die Fachstelle der WSV für Informationstechnik.

Die Versuchs- und Forschungsarbeit wird betrieben anhand von physikalischen und mathematischen Modellen, Naturmessungen, theoretischen Studien oder an Hand von gesammelten Erfahrungen. Durch Naturuntersuchungen werden die Methoden der physikalischen und mathematischen Modelle weiterentwickelt und verfeinert.
Zur Visualisierung umfangreicher hydraulischer, hydrologischer und schifffahrtstechnischer Meß- und Modelldaten im Bereich der BAW werden nun Softwaresysteme benötigt, die bei der schnellen Beantwortung technischer Fragestellungen helfen. Durch den Einsatz dieser Softwaresysteme eröffnen sich gleichzeitig ständig neue Perspektiven, die zu wachsenden und auch wechselnden Anforderungen an diese Softwaresysteme und ihre Entwicklung führen.

Der Forschungsbereich Software Engineering unterstützt die BAW im Rahmen mehrerer laufender Kooperationen. Im einzelnen geschieht dies durch Hilfe bei der - durch beständig wachsende Anforderungen iterativen - Herausbildung eines Domänenmodells mit den softwaretechnisch relevanten Entitäten und Zusammenhängen. Desweiteren werden im Rahmen dieser Zusammenarbeit geeignete objektorientierte Rahmenwerke konstruiert, in die das erarbeitete Domänenwissen einfliesst.

  • beteiligte Forschungsbereiche: SE

Projekt CollaBaWü

Kollaborative, komponentenbasierte Entwicklung von Unternehmenssoftware im Finanzdienstleistungsbereich

Ziel des Projekts CollaBaWü mit seinem Konsortium aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und Praxispartnern ist die produktivere Erstellung von Unternehmenssoftware – speziell im Finanzdienstleistungsbereich. Als Ansatz zur Unterstützung der Erstellungsprozesse wird eine weitergehende Industrialisierung der Softwareentwicklung angestrebt.

Den Kern bildet der Prozess zum Erstellen von Unternehmenssoftware aus Komponenten. Dahinter verbirgt sich die Entwicklung eines kollaborativen, komponentenbasierten Vorgehensmodells und passender Werkzeuge zur Unterstützung der zwischenbetrieblichen Erstellung von Unternehmenssoftware.

Diese eher technische Aufgabe muss durch die betriebswirtschaftliche Fundierung der Komponentenaustauschprozesse innerhalb der Leistungskette mit Hilfe entsprechender Referenz-Geschäftsmodelle flankiert werden. Gleichrangig und für den Erfolg mit entscheidend sind die Klärung der rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten etwa bei Urheber- und Nutzungsrechten.

Um eine möglichst reibungslose Integration von Komponenten unterschiedlicher Hersteller zu garantieren, ein gezieltes Auffinden geeigneter Komponenten zu ermöglichen, Missverständnisse bei der Beauftragung von Komponenten zu vermeiden und das softwaretechnische Verbinden von Komponenten zu erleichtern, bedarf es der Spezifikation semantisch eindeutiger, formaler Beschreibungs- und Modellierungsstandards für Komponenten und Anwendungsdomänen. Daher soll im Rahmen des Projekts eine so genannte Komponentenplattform entstehen, die sowohl der Unterstützung des Vertriebs von bereits erstellten Komponenten als auch zur Ablage und zum Austausch von Komponenten- und Domänen-Metadaten im Entwicklungsprozess dient.

  • Gefördert: Landesstiftung Baden-Württemberg
  • beteiligte Forschungsbereiche: IPE, SE

 

Projekt DEviSE

Dynamische Identifikation, Extraktion und Wiederverwendung von Komponenten in der verteilten Software-Entwicklung

Hintergrund und Problemstellung

Software ist inzwischen allgegenwärtig und wird immer komplexer. Neue Programme effizient in hoher Qualität zu erstellen und – in der Praxis viel häufiger – bestehende Programme sauber zu erweitern und fortzuentwickeln ist eine Fähigkeit, die einen enormen Wettbewerbsvorteil darstellt.

Trotz aller Fortschritte ist die Entwicklung und Wartung von Software aber immer noch kompliziert und fehleranfällig. Besonders, wenn verteilte Gruppen beteiligt sind, z.B. Entwicklerteams an verschiedenen Standorten, ist es schwierig eine hohe Programmqualität und spätere Erweiter- und Anpassbarkeit sicherzustellen.

Dabei spielt die Wiederverwendung von Programmcode eine entscheidende Rolle: Das Rad wird nicht laufend neu erfunden, sondern bestehende Programmlogik wird angepasst und in anderen Projekten eingesetzt. Dies birgt aber auch Risiken, wenn die Wiederverwendung unsauber erfolgt, schlecht dokumentiert und nicht nachvollziehbar ist.

Ziel von DEviSE

Im Rahmen des Projekts „DEviSE“ wird dieses Problem aus drei Richtungen angegangen:

  1. Mit automatischen Werkzeugen wird der vorhandene Programmcode analysiert und Teile identifiziert, die sich für eine Wiederverwendung eignen. Dabei werden auch die Codequalität und bekannte Fallstricke in der Programmlogik erkannt und berücksichtigt.
  2. Diese Komponenten werden halbautomatisch extrahiert, für die Wiederverwendung verallgemeinert und leicht zugänglich abgelegt, wobei DEviSE auch Verbesserungsvorschläge zur Qualitätssteigerung einbringt.
  3. Basierend auf dieser Ablage werden Programmierer während Erweiterungen oder neuen Entwicklungen durch eine mächtige Suchfunktion unterstützt, welche Vorschläge zur Wiederverwendung unterbreitet. So wird die Wiederverwendung von Komponenten besonders auch in verteilten Teams mit längeren Kommunikationswegen, erleichtert.

Damit bietet DEviSE eine Effizienzsteigerung und Erleichterung der Programmierung, eine Verbesserung der Programmqualität und eine leichtere Wartung der Software – was sich zu einem relevanten Wettbewerbsvorteil für die Zielgruppe deutscher KMUs (kleiner und mittlerer Unternehmen) addiert.

Unsere Partner:

  • Acellere GmbH
  • andrena objects ag
  • BrandMaker GmbH
  • Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering

Gefördert: Bundesministerium für Bildung und Forschung
URL: http://www.kmu-devise.de
E-Mail: Oliver.Denninger@dont-want-spam.fzi.de
Beteiligte Forschungsbereiche: SE

Projekt eBusInstand

Einsatz von Standards in der industriellen Instandhaltung

Bei großen Industrieunternehmen besteht derzeit eine hohe Bereitschaft in Informations- und Kommunikationstechnik zur Verbesserung der Dienstleistungsprozesse zu investieren. Bei den kleineren und mittleren Betrieben stehen demgegenüber häufig nur geringe Ressourcen und finanzielle Mittel zur Verfügung.

Es besteht aber der Bedarf, sich ohne großen Kostenaufwand am elektronischen Geschäftstransfer beteiligen zu können.

Da in der Regel kleinere Unternehmen die Dienstleistungspartner für die großen Industrie- unternehmen sind, müssen diese in die elektronische Abwicklung der Dienstleistungs- prozesse mit eingebunden werden.

Im Projekt werden konkret die infrastrukturellen und technischen Dienstleistungen für industrielle Anlagen betrachtet. Diese umfassen Montage-, Wartungs- und Instandsetzungs- arbeiten, einschl. der dabei verwendeten Materialien. Die Instandhaltung kann vollständig in die Grundmaßnahmen Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung unterteilt werden.

Mit "Industrielle Instandhaltung" wird ein sehr umfangreiches Spektrum in der Prozesskette abgedeckt. Dies eignet sich für eine Standardisierung des elektronischen Datentransfers sehr gut.

Vor diesem Hintergrund ergeben sich folgende anwendungsorientierte Gebiete für industrielle Instandhaltungen, die im Rahmen des Projektes bearbeitet werden:

  • Entwicklung eines systematischen Vorgehensmodells zur Modellierung von industriellen Dienstleistungsprozessen, um diese elektronisch abwickeln zu können. Im Fokus stehen hierbei die kleineren und mittleren Unternehmen (KMU).
  • Standardisierung der internen und unternehmensübergreifenden Geschäftsprozesse für einen elektronischen Datentransfer nach einem ebenfalls standardisierten Verfahren.
  • Reduzierung des Aufwands für die Restrukturierung der Geschäftsprozesse durch Unterstützung der Unternehmen beim Change-Management-Prozess.
  • Vereinfachung der technischen Integration in bestehende IT-Systeme durch ein transferierbares Datenmodell.
  • Implementierung von eBusiness-Anwendungen zur Nutzung standardisierter elektronischer Kataloge und von internetbasierenden Anwendungen für Leistungsbeschreibungen
  • Herstellung einer Vergleichbarkeit von Gewerken und Leistungsarten, um betriebswirtschaftliche Entscheidungen (z.B. Make or Buy) fundiert treffen zu können.

Das Ziel von eBusInstand ist es, einheitliche systematische eBusiness-Verfahren und -Schnittstellen zu entwickeln.

  • Gefördert: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
  • beteiligte Forschungsbereiche: SE

Projekt GlobaliSE

Lebenszyklusmanagement in der global verteilten Softwareentwicklung

GlobaliSE ist ein Forschungsprojekt im Rahmen des Forschungsverbundes „Unternehmenssoftware" und wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden‐Württemberg gefördert. Das Projekt startete im April 2009 und läuft bis März 2012.

Im Forschungsprojekt GlobaliSE soll durch ein integriertes Lebenszyklusmanagement für Geschäftsprozesse und Unternehmenssoftware effizienter und effektiver auf Veränderungen reagiert werden können. Insbesondere die anspruchsvollen Phasen Anforderungsanalyse und Architekturentwicklung im Softwareentwicklungsprozess sollen hierbei unter dem Aspekt der Lebenszyklenintegration unterstützt werden. Des Weiteren sollen aus dem Projekt Verfahren für die Identifikation auslagerbarer Entwicklungstätigkeiten und für das Management einer global verteilten Softwareentwicklung resultieren. Begleitend hierzu sollen Maßnahmen der Qualitätsvorhersage und -sicherung die Qualität spezifischer Unternehmenssoftware unter Berücksichtigung der Lebenszyklenintegration gewährleisten.

  • Gefördert: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden‐Württemberg
  • beteiligte Forschungsbereiche: SE, IPE

Projekt Hessischer Pflegemonitor

Der Hessische Pflegemonitor ist ein Informations- und Prognosesystem, mit dem das Land Hessen den Bedarf an Pflegekräften und der benötigten Qualifikationen durch regelmäßige Online-Abfrage direkt bei Pflegeeinrichtungen, Aus- und Weiterbildungsstätten ermittelt. Die erhobenen Daten werden im System mit Erfahrungen, Beobachtungen und wissenschaftlichen Studien verknüpft und Vorhersagen daraus abgeleitet.
Projektphase 1 der vierjährigen Entwicklungsarbeit galt der Entwicklung eines praxisorientiert spezifizierten Konzeptes.
In Projektphase 2 wurde auf dieser konzeptionellen Grundlage das technische Informationssystem gestaltet und programmiert. Der Hessische Pflegemonitor ist in plattformunabhängiger, agiler, serviceorientierter Architektur und Webtechnologie realisiert. Die konzipierte Architektur spezifiziert damit nicht den detaillierten Entwurf, vielmehr geht es darum, die Zusammenhänge zwischen Anforderungen und dem konstruierten System zu beschreiben.
In einer 3. Projektphase ist jetzt die wissenschaftliche Begleitung der Einführung und des Betriebes des Hessischen Pflegemonitors geplant.
Unsere Partner:

  • Hessisches Sozialministerium
  • IWaK Frankfurt
  • Universität Karlsruhe (TH), Institut AIFB
  • Johann Wofgang Goethe Universität, Frankfurt am Main
  • URL: http://www.hessischer-pflegemonitor.de/
  • beteiligte Forschungsbereiche: SE

Nachfolger des Projekts laufen weiterhin.

Projekt JEOPARD

Java Umgebung für parallele echtzeitfähige Entwicklung (Java Environment for Parallel Realtime Development)

JEOPARD hat das Ziel Werkzeuge bereitzustellen, mit denen Plattform-unabhängig vorhersagbare Systemen für Multicore-Plattformen (SMP) entwickelt werden können. Das Projekt trägt aktiv zu Standards im Bereich portabler, echtzeitfähiger Software bei (z.B. zur Real-Time Specification for Java, RTSJ).
Das FZI entwickelt im Rahmen von JEOPARD ein Test-Framework für multi-threaded Unit Tests (cJUnit). Das Werkzeug wird auf github bereitgestellt.

Weitere Informationen

  • gefördert im Rahmen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms
  • beteiligte Forschungsbereiche: SE

Projekt MagicMaps2Go 3G

Navigationsanwendung für Freizeitsportler auf Geräten mit dem Windows Phone 7 Betriebssystem

Im Rahmen des Projekts MagicMaps2Go 3G wurde eine Anwendung für Geräte mit dem Windows Phone 7 Betriebssystem entwickelt. Die Anwendung soll die Orientierung von Freizeitsportlern erheblich verbessern. Die Orientierung und Zielführung wurde so einfach und komfortabel gestaltet, wie Benutzer dies von der Fahrzeugnavigation bereits gewohnt sind.

Die Anwendung besitzt nicht nur den gewohnten Funktionsumfang (Positionsbestimmung, 2D-Kartenansicht und Zielführung), sondern berücksichtigt auch die besonderen Bedürfnisse von Freizeitsportlern. Dazu gehört bspw. die große Bedeutung von Höheninformationen des Geländes. Aufgrund dessen wurde eine 3D-Ansicht eingebunden.

Die Architektur der neuen Anwendung wurde modular gestaltet, sodass einzelne Komponenten "aktiviert und deaktiviert" werden können. So sind Anwendungen mit unterschiedlichem Funktionsumfang realisierbar. Ferner kann die mobile Anwendung die Daten sowohl lokal vom Gerät, als auch über das Internet von einem Server beziehen.

Unsere Partner:

Gefördert: AiF Projekt GmbH (BMWi)
Laufzeit: 12/2010 - 10/2011
beteiligte Forschungsbereiche: SE

Projekt MINT

Modellgetriebene Integration von Informationssystemen 

Das Projekt „Modellgetriebene Integration von Informationssystemen“ unter der Federführung von Professor Reussner beschäftigt sich mit der Definition und Validierung eines modellgetriebenen Entwicklungsverfahrens zur Integration bestehender heterogener betrieblicher Informationssysteme. Das im Rahmen des Projektes vorgeschlagene modell-
getriebene Integrationsverfahren ermöglicht zum einen Software-Anwendern die kosten-
effiziente Anbindung bestehender Software an neue flexible Plattformen; zum anderen können Software entwickelnde Unternehmen durch den Einsatz modellgetriebener Verfahren ihre Flexibilität und Effizienz bei der Softwareentwicklung und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern.

Bestehende modellgetriebene Ansätze konzentrieren sich bisher auf die Neuentwicklung von Softwaresystemen und vernachlässigen die Problematik der Integration und Evolution bestehender Systeme. Weiterhin kapseln heutige modellgetriebene Verfahren zwar technische Plattformspezifika, benötigen aber dennoch Eingabemodelle, die konzeptionell häufig kaum abstrakter sind als Programm-Code.

Der neue Ansatz soll konkret zwei Szenarien unterstützen: (a) die Nutzung des modellbasierten Ansatzes für die Integration verschiedener Systeme durch bestehende Infrastrukturen, wie z.B. SAPs „NetWeaver“ und (b) die Nutzung des modellbasierten Ansatzes für die Kopplung moderner objektorientiert modellierter Geschäftslogik mit bestehenden relationalen Datenbanksystemen. Dabei sollen explizit musterbasierte, domänenspezifische Architektursprachen genutzt werden.

Unsere Partner:

  • Delta Software Technology GmbH
  • BTC AG
  • andrena objects AG
  • OFFIS e. V.
  • Universität Oldenburg, Abteilung für Lehr- und Lernsysteme 
  • Gefördert: BMBF, Forschungsoffensive "Software Engineering 2006"
  • beteiligte Forschungsbereiche: SE

Projekt NetWork Portal

Industrialisierung objekt-orientierter Softwaremethoden

Im Langzeitprojekt "Industrialisierung objekt-orientierter Softwaremethoden" unterstützt der Forschungsbereich Software Engineering die Aktivitäten der ABB Konzernforschung zur Entwicklung objekt- und komponenten-orientierter Anwendungsarchitekturen durch wissenschaftliche Beratung und konkrete Mitarbeit in Projekten.

Folgende Themenbereiche stellen den Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeiten dar:

  • Entwicklung von Engineering-Anwendungen mit Hilfe von Komponententechnologien (COM, DCOM, CORBA, JavaBeans)
  • Entwicklung internetfähiger Anwendungen auf Basis von Java; Integration von Internet-Technologien in existierende Anwendungen
  • Reengineering gewachsener Softwarestrukturen; Ableitung von Klassenbibliotheken und objekt-orientierten Frameworks aus monolithischen Anwendungen Softwareprozessverbesserung
  • Evaluierung von Werkzeugen und Methoden im Bereich Software-Assessment durch Metriken und Design-Heuristiken
  • beteiligte Forschungsbereiche: SE 

Projekt OUTSHORE

In diesem Verbundprojekt wird ein Verfahren zur Entscheidungsunterstützung bei der Vergabe von Offshoring Softwareentwicklungsprojekten in Niedriglohnländern entwickelt.

Aufbauend auf zahlreichen Fallstudien werden zuerst die Schlüsselfaktoren für das Pro und Contra einer Offshoring-Entscheidung identifiziert und diese anschließend dann in bestehende Modelle, wie z.B. das V-Modell, integriert. Das daraus entstandene Modell kann dann zur Simulation von Offshore-Szenarien verwendet werden, um so die Vorteile und Probleme eines solchen Projektes aufzudecken. Die Vision ist, dass sich speziell kleinere und mittlere Unternehmen auf dem globalen Markt der IT Dienstleistungen mit Hilfe dieses System zur Entscheidungsunterstützung zukünftig besser positionieren können.
Das OUTSHORE-Projekt ist eine Zusammenarbeit des Forschungszentrum Informatik an der Universität Karlsruhe (FZI), des Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB), sowie der Unternehmen pi consult GmbH, PROMATIS Software Gmbh und aicas GmbH.

  • Gefördert: Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • E-Mail: Oliver.Denninger@dont-want-spam.fzi.de Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können
  • beteiligte Forschungsbereiche: SE

Projekt PaGeVi

Parallele Gesichtserkennung in Videoströmen

Verfahren zur automatisierten Gesichtserkennung gelten heute als Technologien mit großem Potenzial. Im Vergleich mit anderen biometrischen Verfahren hat Gesichtserkennung den Vorteil, dass sie ohne direkte Interaktion mit der zu erkennenden Personen auszukommt. Große Erwartungen werden besonders in die automatisierte Analyse von Videobildfolgen gesetzt. Für viele Einsatzszenarien müssen entsprechende Verfahren allerdings echtzeitgeeignet sein. Um dies zu erreichen, werden meist Kompromisse auf Kosten der Erkennungsleistung eingegangen.

Ziel des Projektes PaGeVi ist die Implementierung und Bewertung von Ansätzen zur Parallelisierung von Gesichtserkennungsverfahren. Parallelisierung verspricht auf modernen Rechner-Systemen mit mehreren Prozessorkernen auf einem einzigen Chip eine signifikante Leistungssteigerung sowie die gleichzeitige Verarbeitung mehrerer Videoströme. Dafür werden Verfahren zur Gesichtserkennung, die am Karlsruher Institut für Technologie entwickelt wurden, im Hinblick auf die Ausnutzung von Parallelität weiterentwickelt und in der Praxis erprobt.

Weitere Informationen

Projekt Plastische Simulation von Geschäftsprozessen

Innovative Methoden zur simulativen Analyse von Geschäftsprozessen

Durch die wachsende Komplexität der Aktivitäten in Unternehmen gewinnen Verfahren zur adäquaten Darstellung komplexer Prozesse zunehmend an Bedeutung. Unternehmensübergreifende Prozesse, Informationsaustausch zwischen unterschiedlichen Medien sowie die kollaborative Beteiligung von Experten mit domänenspezifischem Wissen erfordern Methoden zur intuitiven und präzisen Modellierung von Prozessen. Besondere Herausforderungen ergeben sich aus der durchgängigen Modellierung über Unternehmensgrenzen hinweg, der simulativen Analyse der Prozesse, sowie der realitätsnahen Implementierung derselben. Eine Lösung liefern FZI-Forscherinnen und -Forscher mit dem Verfahren der plastischen Simulation von Prozessen.

Die Revolution der Darstellung und der simulativen Analyse von Prozessen

FZI-Forscherinnen und -Forscher verfolgen mit dem Einsatz realitätsgetreuer Modelle in der Softwareentwicklung das Ziel, Prozesse und deren Entwurfsideen leichter verständlich zu machen und so die Kommunikation zwischen den Experten für das Anwendungsgebiet, den Softwarearchitekten und den Programmierern zu verbessern.
Die Vorgehensweise der plastischen Simulation ermöglicht darüber hinaus:

  • Effizienzsteigerung der markt- und kundenorientierten Geschäftsprozesse durch eine verbesserte simulative Analyse
  • Verbesserung der Entscheidungsfähigkeit durch die realitätsnahe Simulation
  • Potentialanalyse durch Veränderungen, die direkt in der Simulation sichtbar werden
  • Direkte Ausführbarkeit der Prozessbeschreibungen im maßstabsgetreuen Modell
  • Konsistente Beschreibung der Geschäftsprozesse durch entsprechende Prüfungen im digitalen und maßstabsgetreuen Modell

Projekt Q-ImPrESS

Quality Impact Prediction for Evolving Service-Oriented Software

Software-Dienste werden heutzutage als eine Lösung zum schnellen und effizienten Anpassen von Software-Systemen an sich ändernde Anforderungen und Geschäftsprozesse gesehen. Das Ziel des Projektes Q-ImPrESS ist die Flexibilität zu erhöhen, durch die Einführung von Software-Dienste in neuen Anwendungsdomänen wie Produktionssteuerung und Telekommunikation, wo garantierte Qualitätseigenschaften sehr wichtig sind. Besonderer Fokus liegt auf der qualitätsbewussten Evolution existierender Altsysteme, deren Umstrukturierung zu dienstorientierten Systemen unterstützt wird.

Das Projekt wird die modellgetriebene Vorhersage verschiedener Qualitätseigenschaften wie Performanz, Zuverlässigkeit und Wartbarkeit integrieren, um die Auswirkungen wichtiger Entwurfsentscheidungen im Voraus aufzuzeigen. Das Projekt soll eine deutliche Kostensenkung und Risikominimierung bei der Entwicklung und Evolution dienstorientierter Softwaresysteme bringen.

Q-ImPrESS versammelt als mittleres zielgerichtetes Projekt der Europäischen Kommission im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien acht Partner aus fünf europäischen Ländern, die zu den Markt- und Technologieführern zählen. Das FZI bringt hier seine umfassenden Kompetenzen im Bereich Qualitätssicherung und Struktursanierung ein und koppelt sie mit der modellgetriebenen Vorhersage nichtfunktionaler Qualitätseigenschaften.

  • Gefördert: 7. EU-Forschungsrahmenprogramm
  • beteiligte Forschungsbereiche: SE

Projekt SchabA

Schablonen-basierte Abstraktionsgenerierung (SchabA) mit der MagicMaps GmbH 

Die MagicMaps GmbH hat sich auf Software und Dienstleistungen für die interaktive 3D-Visualisierung digitaler Geodaten spezialisiert. Das Unternehmen generiert aus Karten, Satelliten- und Luftbildern fotorealistische 3D-Landschaften, die ein breites Anwendungsspektrum aufweisen. Der Forschungsbereich Software Engineering unterstützt MagicMaps dabei in der Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von FZI Anwendungen für mobile Endgeräte. Durch die breitgefächerten Kompetenzen am Forschungszentrum Informatik werden die wachsenden Anforderungen im Bereich der mobilen Softwareentwicklung zunächst akademisch erörtert, um anschließend mit dem Praxiswissen der Firma MagicMaps gekoppelt zu werden. Später erhält dieses kooperativ entstandene Wissen Einzug in die Produkte der Firma MagicMaps und trägt zu deren Verbesserung bei.

  • beteiligte Forschungsbereiche: SE

Projekt SLA@dont-want-spam.SOI

Die stetige Weiterentwicklung unserer Gesellschaft in eine stark dienstorientierte Wirtschaft hat einen kritischen Punkt erreicht. Die IT-unterstützte Bereitstellung von Diensten hat sich in zahlreichen Anwendungsdomänen große Relevanz erworben. In der heutigen Praxis sind die zur Bereitstellung von Dienstleistungen notwendigen Schritte statisch gestaltet und es erfordert einen signifikanten Aufwand um Dienste anzubieten, mit den Kunden zu verhandeln und deren Erfüllung zur Laufzeit zu überprüfen.


Das Forschungsprojekt SLA@SOI wird einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer Dienst-orientierten Wirtschaft setzen, wo IT-Dienste als ein Wirtschaftsgut verhandelt werden können. SLA@SOI wird in drei Bereichen Fortschritte erzielen:
(1) Die Qualitätseigenschaften von Diensten können bereits während des Verhandlungsprozesses von Diensten vorhergesagt und zur Laufzeit erzwungen werden,
(2) Es wird gewährleistet, dass die verhandelten Dienstgüte (SLA-s) über die ganze Geschäfts- und IT-Hierarchie transparent verwaltet werden,
(3) Der Verhandlungsprozess und der Austausch von SLA-s, bzw. die Überwachung von Diensten wird automatisiert.

Das Konsortium besteht aus insgesamt 13, weltweit führenden Firmen und Vertretern der akademischen Welt, die durch deren Kompetenzen den Erfolg dieser ambitiösen Zielsetzung gewährleisten. Das FZI bringt seine umfassenden Kompetenzen im Bereich Softwaredienste, dienstorientierte Archikturen, Qualitätssicherung und Vorhersage nicht-funktionaler Diensteigenschaften ins Projekt mit ein.

Projekt WAVES

Wissensaustausch bei der verteilten Entwicklung von Software

Die Initiative geht von zwei wesentlichen Erkenntnissen aus:

  • Die in den letzten Jahren stark fortgeschrittenen Basistechnologien (Application Server etc.) und Automatisierungstechniken (MDA, AOP, Patterns) stellen immer höhere Ansprüche an Software-Ingenieure. Der Faktor Entwickler-Qualifikation (und generell die Qualifikation aller Software-Projektteam-Mitarbeiter) muss in Zukunft stärker mit dem Faktor Technologie mitwachsen. Schulungen sind dafür oft nicht das richtige Mittel – stattdessen sind die systematische, unternehmensweite Pflege von bisher individuell verstreutem Wissen und die weltweite Vernetzung in Communities vielversprechend.
  • Eine hohe Wiederverwendung scheitert inzwischen oft nicht an technologischen Hürden, sondern an Problemen der Transparenz, des Vertrauens und der frühzeitigen Abstimmung über fachliche Festlegungen zwischen Teams im Unternehmen bzw. darüber hinaus.

Kern der vorgeschlagenen Lösung ist eine offene Wissensplattform, welche auf drei bestehenden Technologien aufbaut und sie miteinander verknüpft: 1. Wikis, Blogs & Foren als „leichtgewichtigen“ Groupware-Tools, 2. Ontologien zum Software Lifecycle Management und als Basistechnologie zur Kontextualisierung, sowie 3. kontextabhängige Lernumgebungen, welche Wissensinhalte anbieten, die zum aktuellen Arbeitskontext passen.

Das Forschungszentrum Informatik arbeitet in diesem Projekt zusammen mit:

  • Prof. Prechelt (FU Berlin) als Forschungspartner;
  • PTV AG, Disy GmbH, Object International und CAS Software AG als Anwendungspartner;
  • Empolis GmbH (seit dem 29.04.2010 sind die Empolis GmbH sowie die Living-e AG zur Attensity Europe GmbH verschmolzen) und Polarion GmbH als Technologiepartner.

Weitere Partner, die die im Projekt erarbeiteten Technologien erproben oder in eigene kommerzielle Werkzeuge einbauen möchten sind willkommen.

  • Gefördert: BMBF
  • beteiligte Forschungsbereiche: IPE, SE