Starke Expertise für entscheidende Wettbewerbsthemen
FZI mit neuem Kuratorium
Das FZI Forschungszentrum Informatik will digitale Innovationen schneller aus der Forschung in die Anwendung bringen. Rückenwind dafür bekommt es vom neu besetzten Kuratorium. Mit ihrer Expertise in den Bereichen Digitalisierung, industrielle Transformation, Gesundheitswirtschaft und Innovationsnetzwerke werden insbesondere die neuen Kuratoriumsmitglieder das FZI bei Themen unterstützen, die für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg von wachsender Bedeutung sind. Zu ihnen gehören Caroline Schubert, Vorständin der ViDia Kliniken Karlsruhe, Ernst Stöckl-Pukall, Leiter des Referats „Digitalisierung und Industrie 4.0“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Dr. Christine Neuy, Geschäftsführerin von microTEC Südwest e. V., sowie Dr. Heike Busch, Leiterin der Produktionsplanung und technischen Logistik bei der AG der Dillinger Hüttenwerke.
Forschung entfaltet ihren Wert erst im Transfer
Deutschland verfügt über exzellente Forschung, hochqualifizierte Fachkräfte und starke Innovationsstandorte. Gleichzeitig entscheidet sich die technologische Wettbewerbsfähigkeit zunehmend daran, wie schnell wissenschaftliche Erkenntnisse ihren Weg in Produkte, industrielle Prozesse, öffentliche Verwaltungen und die Gesundheitsversorgung finden. Gerade im internationalen Wettbewerb mit den USA und China wird die Geschwindigkeit des Transfers zu einem entscheidenden Standortfaktor.
Mit der Neubesetzung des Kuratoriums stärkt das FZI deshalb gezielt Kompetenzen an den Schnittstellen von Digitalisierung, industrieller Transformation, Gesundheitswesen, Innovationspolitik und Mittelstand. Das Gremium bringt jene Perspektiven zusammen, die notwendig sind, um Forschung schneller in konkrete Anwendungen und nachhaltige Wertschöpfung zu überführen.
Caroline Schubert bringt als Vorständin der ViDia Kliniken Karlsruhe umfassende Erfahrung in der strategischen Entwicklung eines der größten Klinikverbünde der Region mit. Digitalisierung von Versorgungsprozessen, organisatorische Transformation und die Weiterentwicklung moderner Gesundheitsversorgung zählen zu ihren zentralen Aufgabenfeldern:
„Die Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse im Gesundheitswesen betrachte ich als entscheidende Chance, unsere Abläufe effizienter und sicherer zu gestalten. Damit entstehen Freiräume für die wichtige Arbeit am Patienten sowie in der Gestaltung von Arbeitsprozessen, was zu einer wesentlichen Entlastung der Mitarbeitenden im Gesundheitswesen führen kann. Durch die Mitarbeit im Kuratorium des FZI verbinden sich für mich Forschung und Praxis – für eine vernetzte und smarte Gesundheitsversorgung für unsere Region und darüber hinaus.“
Caroline Schubert bereichert das FZI-Kuratorium mit ihrer Expertise in den Bereichen Digital Health Care und datengetriebene Gesundheitsversorgung.
„Das FZI ist ein hochleistungsfähiges Institut für Informatik und Softwareentwicklung, das wichtige Beiträge zum Aufbau digitaler und offener Ökosysteme für Mobilitätslösungen der Zukunft und industrielle KI leistet. Das ist für die digitale Souveränität Deutschlands und die Erschließung neuer Geschäftsmodelle für unsere Wirtschaft von großer Relevanz,“
so Ernst Stöckl-Pukall. Er verantwortet im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie das Referat „Digitalisierung und Industrie 4.0“. Seine Erfahrungen an der Schnittstelle von Industriepolitik, Digitalisierung und Innovationsförderung ergänzen die Ausrichtung des FZI-Kuratoriums insbesondere in den Bereichen Künstliche Intelligenz und digitale Souveränität.
Dr. Christine Neuy, Geschäftsführerin von microTEC Südwest e. V. bringt als langjährige Vernetzerin zwischen Unternehmen, Wissenschaft und Politik Impulse für innovationsorientierte Kooperationen sowie den Technologietransfer insbesondere in den Mittelstand ein:
„Im Kuratorium möchte ich die Perspektive des Mittelstands einbringen und so einen Beitrag leisten, die anwendungsorientierte Informatikforschung praxisnah auszurichten.“
Dr. Heike Busch verantwortet bei der AG der Dillinger Hüttenwerke die Produktionsplanung und Technische Logistik. Als Vertreterin der Stahlindustrie möchte sie insbesondere die Perspektive einer energie- und technologieintensiven Schwerindustrie in die Arbeit des Kuratoriums einbringen:
“Gerade die Transformation unserer Industrie bietet wertvolle Impulse für Forschung, Digitalisierung und nachhaltige Innovationen. Das FZI ist uns seit Jahren ein herausragender Forschungspartner. Besonders beeindrucken mich das Engagement, die Neugier und die Innovationskraft, mit der hier Zukunftstechnologien in die Praxis gebracht werden.”
Kuratorium berät FZI zur strategischen Ausrichtung
Die neue Amtsperiode des Kuratoriums beginnt am 7. Juli 2026 und erstreckt sich über vier Jahre. In der ersten Sitzung 2026 in der neuen Besetzung wurde Prof. Hirth als Vorsitzender des Kuratoriums wiedergewählt, ebenso seine Stellvertreter Ralf Schneider und Professor Peter Schäfer. Das Kuratorium begleitet die strategische Entwicklung des FZI und unterstützt den Vorstand bei der Erfüllung seiner Aufgaben. Es legt die Grundsätze der Stiftungsarbeit fest und entscheidet unter anderem über die langfristige Forschungs- und Ausbauplanung, die Finanzplanung, die Bestellung des Vorstands sowie den Jahresabschluss.
Die Kuratoriumsmitglieder repräsentieren Wissenschaft, Wirtschaft, öffentliche Verwaltung sowie Anwenderbranchen und sorgen dafür, dass wissenschaftliche Exzellenz und gesellschaftliche Relevanz gleichermaßen berücksichtigt werden. Dem Kuratorium gehören kraft Satzung Vertreter*innen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), des Ministeriums für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg, des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, der Fraunhofer-Gesellschaft sowie weiterer Forschungseinrichtungen, Großunternehmen, mittelständischer Unternehmen und Anwender der Informatik an. Ergänzt wird das Gremium durch weitere vom Land Baden-Württemberg berufene Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft.
Die vollständige Zusammensetzung des Kuratoriums ist unter https://www.fzi.de/das-fzi/das-sind-wir/kuratorium/ abrufbar.
Über das FZI
Das FZI Forschungszentrum Informatik mit Hauptsitz in Karlsruhe und Außenstelle in Berlin ist eine gemeinnützige Einrichtung für Informatik-Anwendungsforschung und Technologietransfer. Es bringt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Informationstechnologie in Unternehmen und öffentliche Einrichtungen und qualifiziert für eine akademische und wirtschaftliche Karriere oder den Sprung in die Selbstständigkeit. Betreut von Professoren verschiedener Hochschulen entwickeln die Forschungsgruppen am FZI interdisziplinär für ihre Auftraggeber Konzepte, Software-, Hardware- und Systemlösungen und setzen die gefundenen Lösungen prototypisch um. Mit dem FZI House of Living Labs steht eine einzigartige Forschungsumgebung für die Anwendungsforschung bereit. Das FZI ist Innovationspartner des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und strategischer Partner der Gesellschaft für Informatik (GI).
Pressekontakt
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