Startschuss für BRIDGE:
Roboter, Recht und Ethik gemeinsam für eine grüne Transformation
Deutschland steht vor der Herausforderung, Klima- und Umweltziele mit internationaler Wettbewerbsfähigkeit zu verbinden. Roboter können dabei helfen, aber nur, wenn Innovationen sicher, verantwortungsvoll und normenkonform entstehen. Das ist das Ziel des neuen wissenschaftlichen Begleitprojekts-Projekts BRIDGE.
Deutschland möchte Leitmarkt für intelligente und sichere Robotik im Umweltbereich werden. Mit diesem Ziel hat das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die Initiative Digital GreenTech ins Leben gerufen. Sie verbindet zwei zentrale Herausforderungen unserer Zeit: den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und die verantwortungsvolle Entwicklung intelligenter Technologien. Zwischen Forschungsergebnissen und praktischer Anwendung liegen noch erhebliche Hürden: Rechtliche Fragen, ethische Anforderungen, fehlende Standards und die Frage nach der sicheren Mensch-Maschine-Interaktion bremsen die Innovation. Genau hier setzt das neue Begleitvorhaben BRIDGE an.
Ab November 2025 unterstützt BRIDGE bundesweit die geförderten Robotik-Projekte der Digital-GreenTech-Initiative dabei, ihre Forschungsergebnisse schneller, sicherer und verantwortungsvoll in anspruchsvolle Umweltanwendungen zu überführen. BRIDGE trägt damit direkt zur Hightech Agenda Deutschland bei und bildet die Brücke zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und industrieller Anwendbarkeit.
Das Projekt BRIDGE: Recht, Ethik und Transfer verzahnt
BRIDGE steht für „Begleitvorhaben für Robotik, Informationsrecht, Dissemination, Green Tech und Ethik“. Dabei werden die geförderten Digital-GreenTech-Projekte in drei ineinandergreifenden Bereichen unterstützt:
Enable & Support: Rechtliche und ethische Orientierung, regelmäßige Statusseminare und Fach-Workshops helfen bei der sicheren, normkonformen Entwicklung der Projektvorhaben. Die Begleitforschung bietet „Points-to-Consider“ – praxisnahe Checklisten und Leitlinien für jede Phase der Projektentwicklung.
Analyse & Orientierung: Vertiefte Untersuchungen zu Produktsicherheit, Haftung, Datenschutz, IT-Sicherheit, Autonomie und Governance liefern belastbare, wissenschaftlich fundierte Leitlinien für die gesamte Branche. Die erarbeiteten Leitlinien gehen über die einzelnen Projekte hinaus und schaffen Standards für die Industrie.
Transfer & Standards: Publikationen, digitale Dialogformate und zielgruppenspezifische Leitfäden bringen die Erkenntnisse direkt in die Fach-Community, zu Normenausschüssen und Standardisierungsgremien. Ziel ist die schnellsmögliche Wirksamkeit der Best Practices in den jeweiligen Branchen.
Das Konsortium
Das Konsortium wird vom FZI Forschungszentrum Informatik geleitet, das seine langjährige Expertise in den Bereichen Künstlicher Intelligenz, Robotik und IT-Recht einbringt. Förderprojektpartner ist das Internationale Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Eberhard Karls Universität Tübingen, dass ethische Dimensionen und Herausforderungen identifziert und passende Vorschläge für die Umsetzung der Projekte erarbeitet. Das DIZ | Digitales Innovationszentrum GmbH verantwortet die Vernetzung, Wissenschaftskommunikation und den systematischen Wissenstransfer in die Fachcommunity.
Die Fördermaßnahme „Digital GreenTech – Umwelttechnik trifft Robotik“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt finanziert BRIDGE mit etwa 750.000 Euro über 36 Monate (01.11.2025–31.10.2028). Das Projekt begleitet 16 Forschungsprojekte der Digital-GreenTech-Initiative auf ihrem Weg zu skalierbaren, normkonformen und gesellschaftlich akzeptierten Lösungen.
Weitere Informationen zur Begleitforschung BRIDGE finden Sie in der Pressemitteilung des DIZ | Digitales Innovationszentrum GmbH
Über das FZI
Das FZI Forschungszentrum Informatik mit Hauptsitz in Karlsruhe und Außenstelle in Berlin ist eine gemeinnützige Einrichtung für Informatik-Anwendungsforschung und Technologietransfer. Sie bringt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Informationstechnologie in Unternehmen und öffentliche Einrichtungen und qualifiziert für eine akademische und wirtschaftliche Karriere oder den Sprung in die Selbstständigkeit. Betreut von Professor*innen verschiedener Fakultäten entwickeln die Forschungsgruppen am FZI interdisziplinär für ihre Auftraggeber Konzepte, Software-, Hardware- und Systemlösungen und setzen die gefundenen Lösungen prototypisch um. Mit dem FZI House of Living Labs steht eine einzigartige Forschungsumgebung für die Anwendungsforschung bereit. Das FZI ist Innovationspartner des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und strategischer Partner der Gesellschaft für Informatik (GI).
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