FZI Open House 2021

FZI Open House: Das war das Programm

Das FZI Open House begann um 9:30 Uhr mit der Begrüßung und Eröffnung durch den FZI-Vorstand. Um 09:45 Uhr leitete Claudia Plattner, CIO von DB Systel, Digitalpartner der Deutschen Bahn, mit ihrer Keynote „Digitale Wegbereiter für krisenfeste und zukunftsoffene Strukturen“ thematisch in den Tag ein. Ab 10:45 Uhr sowie – nach der Mittagpause mit virtuellen Führungen durch das FZI House of Living Labs, Matchmaking und Live-Demos – wieder ab 14:00 Uhr starteten die Transferforen und Workshops. Um 15:30 Uhr endete das FZI Open House mit dem Abschlusspanel.

Programm in der Übersicht

Programm des FZI Open House in der Übersicht (Klicken zum Vergrößern)

Vollständiges Programm zum Download

Live-Demo-Sessions

In der Mittagspause von 12:00 bis 14:00 Uhr bieten wir Ihnen kleine Einblicke in aktuelle Projekte und Forschungsergebnisse aus unserem FZI House of Living Labs.

Fahrdemo der EVA-Shuttle-Busse

Begleiten Sie den selbstfahrenden Minibus EVA-Shuttle aus dem FZI Living Lab Future Mobility um 12:40 Uhr sowie um 13:40 Uhr auf einer automatisierten Fahrt via Liveübertragung vom KIT-Campus Ost.  Dabei lernen Sie das EVA-Shuttle-Projekt näher kennen und bekommen Einblicke in das spannende Feld des automatisierten ÖPNVs auf der letzten Meile. Während der zehnminütigen Testfahrt wird auf das Projekt EVA-Shuttle und die Besonderheiten des Projektes im Vergleich zu anderen Shuttlebus-Projekten eingegangen. Als Zuschauer*in bekommen Sie einen Einblick in den aktuellen Stand der Fahrfunktionsentwicklung und des Projektes. Anschließend gibt es zehn Minuten Zeit für eine Q&A-Session.

Absicherung automatisierter Fahrzeuge in Virtual Reality (VR)

Um 12:00 und 13:00 Uhr zeigt das FZI Living Lab Future Mobility in einem 10-minütigen Vortrag mit anschließender 10-minütiger Q&A-Session einen VR-Simulatoraufbau, welcher kontinuierlich weiterentwickelt sowie um ständig neue Modelle (Fahrzeug, Sensorik und ähnliches) und aktuelle Forschungsinhalte ergänzt wird. Im Laufe des Vortrags wird eine beispielhafte, virtuell nachgebildeten Szene aus dem Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg gezeigt. Mithilfe des Simulatoraufbaus lassen sich nicht nur automatisierte Fahrfunktionen in einer Co-Simulation mit verschiedenen Fußgänger- und Verkehrsmodellen erproben, sondern auch reale Personen mithilfe einer VR-Brille als Fußgänger*in oder Passagier*in in die Simulation integrieren. Dieses Vorgehen soll die Absicherung des autonomen Fahrens unterstützen.

Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg – Technische Neuerungen

Um 12:20 Uhr und 13:20 Uhr zeigt das FZI Living Lab Future Mobility in einem 10-minütigen Vortrag mit anschließender 10-minütiger Q&A-Session aktuelle Aktivitäten im und um das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF-BW). Im Mittelpunkt steht dabei ein Leitstand-Demonstrator, der zum Monitoring der im Testfeld eingesetzten Hardware- und Softwarekomponenten Verwendung findet und eine technische Übersicht über das Testfeld ermöglicht. Während der Livedemo werden Einblicke in die stationär angebrachte Sensorausstattung des Testfelds gegeben und ihre Anwendungsfälle skizziert. Abschließend wird ein Ausblick auf mobile, vernetzte Sensorknoten gegeben, die das Sensor-Portfolio des Testfelds durch ihre flexible Einsetzbarkeit erweitern.

Digitalisierung zur netzdienlichen Integration von Gebäuden in unsere Stromnetze im Kontext der Energiewende

Im FZI Living Lab smartEnergy wird mit einem aktuellen Demonstrator aus dem Projekt SynergieQuartier ein „Prosumer“-Haushalt im Energiesystem nachgebildet. Der Haushalt verfügt über eine Ladestation und eine Haushaltsbatterie und ist an die Photovoltaikanlage des FZI House of Living Labs angeschlossen. Das Smart-Meter-Gateway sorgt dabei für eine gesicherte Kommunikation zwischen Haushalt und Außenwelt. Das FZI Living Lab smartEnergy erforscht, wie diese standardisierte Infrastruktur weiterentwickelt werden kann, um erneuerbare Energien, Speicher und Elektrofahrzeuge bestmöglich in die Stromnetze zu integrieren, ohne diese zu überlasten. Wichtig ist das einerseits für die Verringerung der CO2-Emissionen durch die Energiewende und andererseits für die Sicherheit der dezentralen Stromversorgung.

Industrielle Energieflexibilität in Virtual Reality (VR)

Die Energiewende birgt für Akteure des Marktgeflechtes neben neuen Herausforderungen auch Chancen. Aus diesem Antrieb heraus soll im Projekt Delfine am FZI ein integriertes Kommunikationskonzept für Energieversorger und -abnehmer in Form einer Plattform hervorgebracht werden. Im Vordergrund steht dabei vor allem die smarte Distribution der Erzeugung aus nachhaltigen und volatilen Energiequellen und das Heben von Optimierungspotenzialen im produzierenden Umfeld mithilfe simulationsbasierter Lösungsansätze.

In einer immersiver und interaktiver Virtual-Reality-Umgebung soll der Nutzende insbesondere die Bedeutung und Anreizwirkung von Energiepreisprognosen erfahren. Dabei kann dieser auf spielerische Art und Weise Einfluss auf die Bauteilherstellung mithilfe einer CNC-Drehmaschine nehmen und die Kosteneffizienz seines Werkes begutachten. Zwischen 12:00 und 14:00 Uhr beginnt die Vorstellung der Applikation jeweils zur vollen und halben Stunde.

Stream-Analytics für Condition Monitoring

Wer heutzutage nachhaltig und unterbrechungsfrei im Industrieumfeld punkten möchte, ist meist auf fortgeschrittenes Know-how im Bereich Simulation angewiesen. Auch kleinen und mittelständischen Unternehmen skalierbaren Zugang zu jenem Know-how, eingebettet in modularen, plattformbasierten Lösungen, zu verschaffen und Hilfe zur Selbsthilfe im Problemfall zu bieten, ist das Ziel des dreijährigen Forschungsprojekts SEAMLESS am FZI.

Anhand des Beispiels einer kontinuierlichen Holzpresse wird der Lauf demonstriert, den kombinierte Zustandsdaten aus Realität und Simulation durch das Stream-Processing, über die Visualisierung, bis hin zur Verwertung in nachgelagerten Services nehmen. Algorithmen-gestützt sollen diese das frühzeitige Erkennen von Ausfällen unterstützen und gleichsam den zugehörigen Digitalen Zwilling mit Echtzeitinformationen anreichern. Zwischen 12:00 und 14:00 Uhr beginnt die Vorstellung des Demonstrators jeweils zur vollen und halben Stunde.

Video-Stream von einer mobilen und autonomen Roboterplattform im FZI Living Lab Service Robotics

Von 12:00 bis 14:00 Uhr ermöglicht das FZI Living Lab Service Robotics eine virtuelle Mitfahrt auf einer mobilen, autonomen Roboterplattform durch seine Räume. Per Live-Video kann das Labor, bestehende Demonstratoren und die dortige Ausstattung erkundet werden. Dieser Roboter wird sich während der gesamten Zeit zwischen verschiedenen Stationen hin und her bewegen, somit sind keine spezifischen Zeiträume für konkrete Demonstrationen geplant: Fahren Sie mit, wann und wie lange Sie wollen. Ein Experte wird währenddessen für Ihre Fragen bezüglich Robotik, SLAM, autonome Navigation und zu ROS zur Verfügung stehen.

Outdoor Inspection mit mobilen Robotern – Lauron VI / ANYmal / Husky im Einsatz

Von 12:00 bis 14:00 Uhr werden sich die Roboterplattform Husky, der sechsbeinige Laufroboter LAURON und der Vierbeiner ANYmal im Hof des FZI House of Living Labs auf einer Testfläche bewegen und ihre Fähigkeiten präsentieren. Mit Hilfe von SLAM und einer 3D-Umgebungskarte ist z. B. die autonome Navigation der Systeme möglich. Die drei Roboter werden zentral von einem Leitstand aus gesteuert und überwacht, so dass auch potenziell gefährliche Bereiche von den Robotern erkundet oder autonom inspiziert werden können, ohne eine Gefährdung von Menschen zu riskieren. Während der Vorführung werden Experten durchgehend in der Videokonferenz verfügbar sein, um Ihre Fragen in Bezug auf diese drei Systeme und mögliche Anwendungsgebiete zu beantworten. Diese Roboter-Demonstration wird in 15-minütige Slots aufgeteilt, so dass Sie nach einem Slot die Chance haben, weitere Live-Demos zu erleben.

KI-unterstütztes, interaktives Kochen mit Roboter-Assistenz in einer Smart-Home-Küche

Von 12:00 bis 14:00 Uhr präsentiert das FZI Living Lab Service Robotics einen lernenden, interaktiven Assistenz- und Serviceroboter: In einem Smart Home bzw. Smart Hotel unterstützt und entlastet dieser proaktive Roboter den Menschen bei alltäglichen Aufgaben. Innovativ ist dabei, dass der Roboter selbstständig neue Verhalten erlernt und so bei den verschiedensten Aufgaben helfen kann. In Abhängigkeit der bereits gelernten Verhaltensmuster verändert sich der Dialog des Roboters mit dem Menschen von einem fragenden zu einem informierenden Charakter. Die adaptiven Dialoge – zusammen mit der Erkennung der nonverbalen Kommunikation des Nutzers – sorgen für eine hohe Akzeptanz und Qualität der Interaktion. Ein Experte wird während der zwei Stunden für Fragen und Antworten zur Verfügung stehen. Diese Livedemonstration ist in 15-minütige Slots aufgeteilt, so dass Sie nach einem Slot die Chance haben, weitere Live-Demos zu erleben.

Sicherheit bei kollaborativer Schraubmontage mit Open-Source-Software

Von 12:00 bis 14:00 Uhr präsentiert ein Experte des FZI Living Lab Service Robotics einen industriellen Anwendungsfall, bei dem sich ein Mensch und ein Roboter denselben Arbeitsplatz teilen. Der menschliche Monteur bewegt sich dabei innerhalb des Arbeitsbereichs des Roboters, um die Werkstücke zu platzieren und Schrauben anzusetzen. Der kollaborative Roboter ist dafür verantwortlich, die vormontierten Schrauben mit einem Drehmoment-überwachten Schraubendreher anzuziehen. Die Schraubenmontage-Applikation beinhaltet eine externe 3D-Kollisionsvermeidung, die frühzeitig reagieren kann, da sie den Arbeitsraum mit vier 3D-Kameras überwacht. Im Rahmen dieses Projektes werden Konzepte entwickelt, um mit dem Einsatz von Open-Source Frameworks wie z. B. ROS die funktionale Sicherheit trotzdem gewährleisten zu können. Ein Experte wird während der Livedemonstration für Ihre Fragen zur Verfügung stehen.  Diese Roboter-Demonstration wird in 15-minütige Slots aufgeteilt, so dass Sie nach einem Slot die Chance haben, weitere Live-Demos zu erleben.