Forschungsprojekte

GOFFI
Gesundheitliche Optimierung der Fußgänger- und Fahrrad-Infrastruktur zur Reduzierung der Feinstaubbelastung in den Ballungsgebieten
Start: 04.2023
Ende: 12.2024

Wie können wir die unsichtbare Gesundheitsgefahr durch Feinstaub sichtbar machen und das Risiko gezielt reduzieren? Das Projekt GOFFI entwickelt eine innovative Smartphone-App, die als digitales Feinstaubdosimeter fungiert, um die individuelle Belastung in Echtzeit zu ermitteln.
Der urbane Straßenverkehr ist eine Hauptursache für Schadstoffe wie Stickstoff und Feinstaub (PM2,5 und PM10), die bei Radfahrenden und Fußgänger*innen aufgrund der Nähe zu stark befahrenen Straßen zu einer überdurchschnittlichen Exposition führen. Während Feinstaub schwerwiegende Folgen von Asthma bis hin zu Krebs und kardiopulmonalen Erkrankungen haben kann und statistisch für 20–30 % aller Krankheitsfälle verantwortlich ist, fehlten bisher spezifische Expositionsdaten für diese Personengruppen. Die aktuelle WHO-Empfehlung zu niedrigeren Grenzwerten unterstreicht die Dringlichkeit, da viele Städte diese Werte ohnehin überschreiten.
Ziel des Vorhabens ist es, die tatsächliche inhalierte Feinstaubmenge durch die Kombination von lokalen Konzentrationsdaten und individuellen Atemvolumen zu bestimmen. Durch die Entwicklung einer Smartphone-App, die als digitales Feinstaubdosimeter fungiert, sollen die Daten verifiziert und genutzt werden, um das spezifische Gesundheitsrisiko für Radfahrende und Fußgänger*innen zu berechnen und Maßnahmen zur Reduzierung dieser Belastung durch eine optimierte Infrastruktur abzuleiten.
Rolle des FZI
Das FZI ist als zentraler Partner für die technische Umsetzung und Validierung des Demonstrators verantwortlich. Der aktuelle Fokus liegt auf der Weiterentwicklung der GOFFI-App und der Begleitung der Fallstudien, um die technische Machbarkeit einer mobilen Feinstaubdosimetrie im realen Einsatzumfeld zu beweisen.

Ansprechperson
stellv. Bereichsleiter
Bereich: Software Engineering
Hauptsitz Karlsruhe

Förderhinweis:
Das Projekt GOFFI wird vom Ministerium für Digitales und Verkehr gefördert.

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