Forschungsprojekte

Delfine

Dynamisches Demand-Response-System für eine nachhaltige Fertigung durch informationstechnische Vernetzung zur effizienten Energienutzung, -vermarktung und -erzeugung

Status: laufend

Logo des Projekts Delfine

Die Verbreitung von Demand-Response(DR)-Programmen ist in Europa ein langsamer, aber stetiger Prozess. Delfine ist ein Projektvorhaben, welches sich diesem Problem interdisziplinär annimmt und eine Lösung für die Teilnahme industrieller Endkund*innen an sowohl preis- als auch anreizbasierten DR-Programmen entwickelt. Das Ziel ist, den Einfluss solcher Programme auf das Netz als solches sowie auf die Entwicklung der Stromkosten in der produzierenden Industrie zu bestimmen. Mit Unterstützung der Stadtwerke Trier als Netzbetreiber und einem fachübergreifenden Konsortium strebt dieses Projekt nach einer technischen Lösung, die in verschiedenen Bereichen anwendbar ist.

Von der automatisierten Erstellung von Erzeugungs- und Bedarfsprognosen über die dynamische Gestaltung der Strompreise bis hin zur energieeffizienten sowie intelligenten Nutzung von Produktionsressourcen wird ein durchgängiges Datennetz mittels einer semantischen Middleware entwickelt. Die ganzheitliche Betrachtung der adressierten Fragestellungen ermöglicht, Businesspläne für die Nutzung der Projektergebnisse durch Stromanbieter, Aggregatoren und die produzierende Industrie zu entwickeln und eine nachhaltige Verwertung der Projektergebnisse über die Projektlaufzeit hinaus zu erreichen. Die Projektfortschritte sollen außerdem in einem öffentlichen Arbeitskreis diskutiert werden.

Das FZI fokussiert sich bei diesem Projekt auf die Vorhersage von Lastgängen beziehungsweise Energieverbräuchen von Industrieunternehmen und die unter anderem darauf basierende energiekostenoptimierende Fertigungsplanung. Auf diese Weise soll Energieflexibilität in der Industrie realisiert werden.

 

Forschungsschwerpunkt

Smart Systems and Infrastructures

Der Fokus liegt bei diesem Forschungsschwerpunkt auf den Themen rund um kritische Infrastrukturen wie Energiesysteme und Gesundheitsversorgung, Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher Services sowie Bürgerbeteiligung an öffentlichen Entscheidungsprozessen. Unter anderem werden Potenziale der Digitalisierung für effiziente und sichere Betriebsabläufe sowie die Stärkung der Resilienz, Sicherheit und Datensouveränität betrachtet.

Ansprechperson

Martin Trat

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Bereich: Intelligent Systems and Production Engineering ​
Portrait von Martin Trat

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