Im Projektverlauf werden sowohl reale als auch synthetisch generierte Trainingsdaten verwendet, um die Algorithmen auf eine Vielzahl von Szenarien vorzubereiten. Die KI analysiert dabei spezifische Parameter wie die Gesprächsintensität, die Vielfalt der Interaktionspartner und die Kontextabhängigkeit des Verhaltens. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der datenschutzkonformen Verarbeitung: Die Analyse erfolgt lokal auf dem Smartphone ("On-Device"), sodass keine sensiblen Audiodaten die geschützte Umgebung verlassen müssen.
Durch die Kombination von objektiver Datenerhebung und Echtzeitverarbeitung soll SIQAS eine belastbare Datenbasis schaffen. Für die Gesundheitsforschung bedeutet SIQAS den Aufbruch in ein neues Feld der mobilen Diagnostik, in dem intelligente Audioverarbeitung als Frühwarnsystem für psychische Krisen fungiert.
Darüber hinaus verantwortet das FZI das Design und das Training der spezifischen KI-Modelle. Hierbei werden komplexe Architekturen wie Transformer und neuronale Netze evaluiert und auf die spezifischen Anforderungen der Emotions- und Interaktionserkennung zugeschnitten. Eine besondere Herausforderung, der sich das FZI widmet, ist die Performanzoptimierung der Algorithmen. Da die Analyse direkt auf mobilen Endgeräten stattfinden soll, müssen die Modelle hocheffizient sein, um die Hardware-Ressourcen (wie Akkulaufzeit und Rechenleistung) zu schonen, ohne dabei an Genauigkeit einzubüßen.
Abschließend übernimmt das FZI die Integration und Evaluation der entwickelten Modelle innerhalb eines kontrollierten Testumfelds. Durch diesen technischen Ansatz soll sicher gestellt werden, dass die theoretischen Innovationen der KI-Forschung in eine praxistaugliche, sichere und performante Anwendung überführt werden, die den hohen Anforderungen gerecht wird.
Das Hauptaugenmerk des FZI in diesem Forschungsschwerpunkt liegt auf der praxisnahen Erforschung der Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz (KI). Innovative KI-Lösungen werden entwickelt und für unserer Partner und Kunden in Anwendungsbereiche wie Mobilität, Robotik, Gesundheitstechnik, Logistik, Produktion sowie Ver- und Entsorgung transferiert.
