Projekte

BluE
Blaupausen für die universelle Einführung automatisierter Transportsysteme in Krankenhäusern
Start: 08.2026
Ende: 07.2028

Im Projekt BluE entsteht eine modulare Toolbox, die Krankenhäuser bei der Planung und Einführung automatisierter Transportsysteme unterstützt. Sie erfasst bauliche Voraussetzungen, betriebliche Rahmenbedingungen und Materialflüsse. Dazu verbindet sie ein konfigurierbares Blaupausen-Framework mit simulationsbasierter Entscheidungsunterstützung. So lassen sich passgenaue Leitfäden für Neu- und Bestandsbauten erzeugen und vorab simulieren.
In der Industrie gehören fahrerlose Transportsysteme und mobile Roboter längst zum Alltag. In Krankenhäusern kommen sie dagegen bislang nur selten zum Einsatz. Das liegt daran, dass sich Kliniken stark in Größe, Bausubstanz, Abläufen und Personalstrukturen unterscheiden. Außerdem muss die Logistik funktionieren, ohne die Patientenversorgung zu stören. Dabei könnten automatisierte Transporte helfen, dem Personalmangel zu begegnen, Abläufe zuverlässiger zu gestalten und Kosten zu senken.

Hier setzt BluE an. Im Projekt wird eine modulare Toolbox entwickelt, die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Kliniken von der ersten Bestandsaufnahme bis zum konkreten Einführungsplan begleitet. Grundlage ist langjähriges Praxiswissen aus zahlreichen Einführungsprojekten, das systematisch erfasst und digital nutzbar gemacht wird.

Die Toolbox besteht aus mehreren Bausteinen:
– Ein Analysewerkzeug erfasst mit geringem Aufwand die Rahmenbedingungen einer Klinik, etwa das Gebäudelayout und die Transportbedarfe.
– Ein Blaupausen-Konfigurator leitet daraus passende Vorgehensmodelle, Risikomanagement-Pläne und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen ab.
– Eine Simulation zeigt vorab, wie sich die Einführung eines Transportsystems auf Materialflüsse und Projektablauf auswirkt.

Ergänzend entstehen Schulungskonzepte, die dieses Wissen den beteiligten Personengruppen zugänglich machen. Langfristig soll so ein Werkzeug entstehen, das die Einführung moderner Transporttechnologien auch in anderen komplexen Umgebungen erleichtert.

Rolle des FZI
Das FZI Forschungszentrum Informatik bringt seine Expertise aus dem Forschungsbereich Information Process Engineering (IPE) in das Projekt ein. Der Forschungsbereich beschäftigt sich mit datengetriebener Entscheidungsunterstützung für die Planung und Steuerung von Produktions- und Logistiksystemen, darunter auch logistische Prozesse im Krankenhaus.

In BluE verantwortet das FZI vor allem die KI- und simulationsgestützten Bestandteile der Toolbox. Dazu gehören Methoden, mit denen sich die räumlichen und logistischen Gegebenheiten einer Klinik digital erfassen und für Simulationen aufbereiten lassen. Zudem entwickelt das FZI Konzepte, um das Wissen über Rahmenbedingungen und Vorgehensweisen strukturiert abzubilden und daraus passende Blaupausen abzuleiten.

Einen Schwerpunkt bildet die Simulation. Damit lassen sich die Auswirkungen einer Transportsystemeinführung auf Materialflüsse und Projektabläufe bereits in der Planungsphase veranschaulichen und bewerten. So entsteht eine fundierte Grundlage für Investitionsentscheidungen. Darüber hinaus begleitet das FZI die Erprobung und Weiterentwicklung der Toolbox anhand praxisnaher Szenarien.

Ansprechperson
Abteilungsleiter
Bereich: Information Process Engineering
Hauptsitz Karlsruhe

Forschungsschwerpunkt
Mobilität und Logistik

Autonome Shuttles, intelligente Logistik, Software-Defined Vehicles: Wir gestalten mit IT die vernetzte, sichere und nachhaltige Mobilität und Logistik von morgen.

Illustration

Förderhinweis:
gefördert duch das

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