RIGOLETTO
Eine europäische RISC-V-Hardwareplattform für die Automobilindustrie
Start: 07.2025
Ende: 06.2028
RIGOLETTO ist ein europäisches Forschungs- und Innovationsprojekt zur Entwicklung einer Hardware-Plattform der nächsten Generation für den Automobilbereich, die auf der offenen RISC-V-Befehlssatzarchitektur basiert. Das Projekt bringt führende europäische Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen, um Prozessorkerne, Beschleuniger, Interconnects, Speicherhierarchien, Peripheriesubsysteme und Design-Tools für softwaredefinierte Fahrzeuge zu entwickeln.
Die letzten Fortschritte in den Bereichen Elektrifizierung, Autonomie und digitale Technologien haben zur Entwicklung immer ausgefeilterer Fahrzeuge geführt. Die bestehende dezentrale Architektur mit zahlreichen elektronischen Steuergeräten (ECUs) hat jedoch aufgrund der zunehmenden Komplexität von Software und Hardware Schwierigkeiten, dieses Wachstum zu bewältigen. Das von der EU finanzierte Projekt „Rigoletto“ wird die Grundlagen für die Entwicklung einer Automobil-Hardwareplattform der nächsten Generation schaffen, die auf der RISC-V-Befehlssatzarchitektur (ISA) basiert. Diese Initiative zielt darauf ab, die Führungsrolle Europas in der Zukunft der Automobilelektronik zu stärken, insbesondere angesichts des Wandels hin zu einer zentralisierten elektronisch-elektrischen (E/E-)Architektur und der Zusammenführung von ECUs zu Domänensteuereinheiten (DCUs) oder Zonensteuereinheiten (ZCUs).
RIGOLETTO ist ein weiterer Schritt hin zur Bündelung der Stärken des FZI bei der Entwicklung von Embedded-Hardware-Plattformen, E/E-Architekturen und komplexen Automobilanwendungen. Langfristiges Ziel des FZI ist es, gemeinsam mit seinen Partnern aus der Automobilindustrie Hardware- und Softwareplattformen einschließlich Beschleuniger und Werkzeuge analysieren, erforschen und validieren zu können.
Als Koordinator des in Deutschland geförderten „Transformations-Hub Automotive Software Engineering“ (TASTE) und als Partner in FEDERATE wird das FZI die von RIGOLETTO, HAL4SDV und Shift2SDV erzielten Fortschritte bei der Definition des SDV-Konzepts (Hardware bis Middleware) sowie die dazugehörige Referenzarchitektur der deutschen Automobilzulieferindustrie zur Verfügung stellen.
Ein Fokusthema ist dabei die zeitvorhersagbare Beschleunigung von neuronalen Netzen. Dazu wird die MultiVic Hardware Architektur und der dazugehörige MLIR basierte Compiler weiterentwickelt.
Im Rahmen von RIGOLETTO bietet das FZI zudem einen auf einem Hardware-Generator basierenden Ansatz an, der auf dem Chipyard-Ökosystem aufbaut und die einfache Integration verschiedener IPs sowie die Einbindung der für Automobilplattformen erforderlichen Sicherheitsmechanismen ermöglicht.