Das SDI-X-System soll es jeder Akzeptanzstelle ermöglichen, alle im Ökosystem existierenden Identitätslösungen über einen lokalen “SDI-X-Adapter” anzubinden. Menschen und Organisationen sollen selbst zwischen Identitätslösungen verschiedener Art (in einer Cloud oder lokal auf dem Smartphone) wählen können. Dabei sollen anwendungsspezifische und hoheitliche elektronische Identitäten (zum Beispiel der elektronische Personalausweis) unterstützt werden. Der Nutzen soll Bürger*innen und Organisationen im Schaufenster Karlsruhe anhand relevanter Anwendungsfälle aus den Bereichen Gesundheit, Mobilität, Digitales Planen und Bauen, Digitale Stadtgesellschaft sowie E-Government (z. B. Karlsruher Pass) verdeutlicht werden. SDIKA schafft ein kommunales und privatwirtschaftliches Ökosystem aus Akzeptanzstellen und Vertrauensdiensten mit enger Verzahnung zur Digitalisierungsstrategie der Stadt und macht digitale Identitäten für Karlsruher*innen täglich erfahrbar. Die Ergebnisse sollen nach Projektende bundesweit zur Verfügung gestellt werden.
Die Idee zu SDIKA wurde im Rahmen einer kurzen Wettbewerbsphase von einem kleinen Konsortium unter Leitung des FZI entwickelt. Inzwischen ist SDIKA ist eines von bundesweit vier Projekten, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Rahmen des Wettbewerbs „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“ gefördert werden. Die Stadt Karlsruhe, vertreten durch das Amt für Informationstechnik und Digitalisierung, koordiniert das Projekt. Insgesamt arbeiten 14 Partner aus ganz Deutschland im Projekt zusammen, darunter mehrere Teilnehmer aus Karlsruhe und der Metropolregion Rhein-Neckar.